Eisenmangel: Pubertierende Mädchen besonders gefährdet

Von: dpa
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Köln. Eisenmangel gehört in Europa zu den häufigsten Mangelerscheinungen bei Kindern und Jugendlichen. Ihr Körper braucht insbesondere in Wachstumsphasen viel Eisen.

„Pubertierende Mädchen brauchen mehr Eisen in der Nahrung als Jungen im gleichen Alter, da sie durch ihre Menstruation zusätzlich Eisen verlieren”, erläutert Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln.

Machen sie noch zusätzlich eine Diät oder ernähren sich vegetarisch, sollten sie besonders auf genügend Eisen in ihrem Speiseplan achten, rät der Mediziner. „Auch extremer Sport kann bei Mädchen wie Jungen zu Eisenverlust führen.”

Hinweise auf Eisenmangel können Blässe, Konzentrationsmangel, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, brüchige Haare und Fingernägel sowie spröde und eingerissene Lippen sein. „Der Körper nimmt Eisen über Fleisch leichter auf als über pflanzliche Nahrungsmittel”, sagt Fegeler. „In Kombination mit Vitamin-C-reichen Früchten oder Gemüsesorten kann pflanzliches Eisen etwas besser verwertet werden.”

Eisenreich sind rotes Fleisch, dunkles Geflügelfleisch wie Straußenfleisch, Thunfisch, Lachs, Eier, Tofu, getrocknete Bohnen und Erbsen, getrocknete Früchte sowie grünes Blattgemüse. Ein 150-Gramm-Stück mageres Rinderfleisch enthält beispielsweise 6 Milligramm (mg) Eisen, 100 Gramm Dosensardinen 5 mg und 90 Gramm gedämpftes grünes Gemüse 1 mg Eisen.

Ungünstig auf die Eisenaufnahme wirken sich Tannine aus, die zum Beispiel im Tee oder Kaffee enthalten sind. Deshalb sollten Vegetarier zum Essen keinen schwarzen oder grünen Tee oder Kaffee trinken. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Mädchen und junge Frauen zwischen 10 und 19 Jahren 15 mg Eisen täglich und für Jungen in dieser Altersgruppe 12 mg Eisen pro Tag.

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