Weimar - Einnässen kann auf Harnwegsinfekt hinweisen

Einnässen kann auf Harnwegsinfekt hinweisen

Von: dpa
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Weimar. Nässt ein Kind versehentlich in die Hose, obwohl es keine Windel mehr braucht, kann ein Harnwegsinfekt die Ursache sein. „Bei einem solchen Verdacht sollten Eltern rasch mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt”, rät Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin aus Weimar.

Denn aufsteigende Keime könnten das Nierengewebe schädigen. Weitere Warnzeichen sind Brennen beim Urinieren, Blut im Urin, Schmerzen im unteren Rücken beziehungsweise im Bauch. Babys und kleine Kinder, die unter einem Harnwegsinfekt leiden, sind unruhig, haben Fieber und reagieren eventuell empfindlich auf Berührungen.

„Riecht eine nasse Windel schlecht, so kann dies ebenso ein Hinweis dafür sein”, erläutert Niehaus, die auch Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen ist. Damit sich die Bakterien nicht vermehren, setzt der Kinder- und Jugendarzt in der Regel Antibiotika ein. Erkrankte Kinder sollten reichlich trinken, um die Harnwege durchzuspülen. Bei Babys reicht Muttermilch.

Vorbeugend helfen Vitamin-C-reiche Nahrungsmittel wie Johannisbeeren, Kartoffeln, Brokkoli oder Paprika. Sie erhöhen den Säuregehalt des Urins. Dies verringert unter anderem das Bakterienwachstum. Wichtig ist es, dass Kinder ganz regelmäßig die Harnblase entleeren und vor allem vollständig. Keinesfalls darf das Wasserlassen zurückgehalten werden. Bei einer Infektion lindert Niehaus zufolge Wärme in Form von feuchtwarmen Wickeln oder ein Kirschkernkissen auf dem Bauch die Beschwerden.

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