Duftstoff in Puppe und Teddy: Bundesbehörde mahnt Allergiegefahr an

Von: dpa
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Puppe Duftstoffe
Eine zerschnittene Puppe liegt am 17.08.2007 in einem Labor beim TÜV Rheinland in Köln auf einem Tisch. Spielzeug ist nach Ansicht des Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nicht so harmlos wie es aussieht. Einer Vielzahl der Sachen werden inzwischen unnötig Duftstoffe zugesetzt. Einige dieser Stoffe könnten Kontaktallergien bei Kindern auslösen. Foto: dpa

Berlin. Puppen, Kuscheltiere, Puzzles oder Spielzeugautos sind manchmal nicht so harmlos wie sie aussehen. Einer Vielzahl dieser Spielzeuge würden inzwischen unnötig Duftstoffe zugesetzt, teilte das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Donnerstag mit.

Einige dieser Stoffe könnten bei einem kleinen Teil spielender Kinder Kontaktallergien auslösen, die sie ihr Leben lang nicht mehr loswürden.

Deshalb sollte Spielzeug für Kinder unter drei Jahren generell keine Duftstoffe enthalten, empfiehlt die Behörde. Denn sie berühren das Spielzeug nicht nur, sondern stecken es sich oft auch in den Mund. Beim Spielzeug für ältere Kinder sieht das BfR die Grenze von 100 Milligramm pro Kilo Material für bestimmte Duftstoffe weiter als zu hoch an.

Die Behörde rät auf EU-Ebene zu einem Grenzwert von 10 Milligramm pro Kilo. Seit April 2010 ist es der zweite Vorstoß, den das Bundesinstitut in dieser Sache unternimmt. Denn bei der EU habe sich seitdem auf rechtlicher Ebene nichts verändert.

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