Der Trauer um ein Haustier genügend Zeit einräumen

Von: dapd
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Neuss. Für viele Tierhalter ist ihr Haustier ein Familienmitglied. Entsprechend groß ist die Trauer, wenn der treue Begleiter stirbt. <br />

„Viele fühlen sich regelrecht alleingelassen”, sagt Claudia Pilatus, Autorin des Ratgebers „Es ist doch nur ein Hund - Trauer um Tiere”. Streicheln, Spielen, Spazierengehen - all die kleinen Dinge, die das Leben mit dem Tier so schön machten, fielen plötzlich weg. Zurück bleibe eine große Leere.

Manche könnten die Lücke nicht ertragen und würden das Tier am liebsten gleich durch ein neues zu ersetzen, das genauso aussieht. „Man sollte der Trauer allerdings etwas Zeit lassen”, rät die Diplom-Psychologin aus Neuss. Manchen Tierhaltern helfen Zeremonien, in denen sie sich verabschieden können. So könne man sein Haustier einäschern lassen oder ein Grab gestalten, in das man Briefe und die Kuscheldecke von Hund oder Katze legt. „Viele schreiben außerdem im Internet über ihre Trauer und tauschen sich mit anderen Tierhaltern aus”, sagt Pilatus. Und manchen tue es gut, noch einmal die Wege zu gehen, die sie mit ihrem Hund gegangen sind, um sich ihm nah zu fühlen.

„Menschen, die niemals ein Tier hatten, haben für die Trauer eines Tierhalters oft kein Verständnis”, weiß Claudia Pilatus. Diese Haltung müsse man akzeptieren. Um sich vor mitunter unfreundlichen Kommentaren zu schützen, empfiehlt die Psychologin, nur mit denjenigen über den Verlust zu sprechen, von denen man in diesem Punkt Offenheit erwarten kann.

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