Der erste Eindruck zählt: Punkten bei den Eltern des Partners

Von: dapd
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Berlin. Dem ersten Treffen mit den Eltern des neuen Partners blicken manche mit mulmigem Gefühl entgegen. Was erwartet die Familie von mir? Kann ich den Ansprüchen gerecht werden?

Solche Fragen geistern vielen Menschen durch den Kopf, sagt Nandine Meyden, Etikette-Expertin beim Deutschen Knigge-Rat. Sie sagt: Wer Charme und Humor beweist, kann selbst im elterlichen Kreuzverhör noch souverän punkten.

Bloß keinen Fehler machen - das ist laut Nandine Meyden nicht immer die beste Strategie. „Wenn ich die Erwartungen der Eltern meines Partners genau kenne, stehe ich natürlich unter einem immensen Druck”, sagt sie. Jeder solle sich vorab fragen: Will ich das überhaupt alles wissen? „Wenn ja, sollte man einfach offen mit dem Partner darüber reden - nicht raten”, sagt die Expertin.

„Eltern wollen vor allem wissen: Mein Kind es glücklich, die beiden passen zusammen, die Beziehung ist seriös und hat Perspektive”, sagt Nandine Meyden. Wichtig sei deshalb beim ersten Treffen mit den Eltern, dass sich beide ihrer Sache sicher sind. Zum ungezwungenen Kennenlernen könnte man sich etwa auf dem nächsten Sommerfest treffen, rät Meyden. „Dann hat man nicht so einen Erwartungsdruck wie bei einem Antrittsbesuch bei den Schwiegereltern in spe.”

Wer punkten will, sollte offen, höflich und aufmerksam sein, rät Nandine Meyden. „Wichtig ist, den anderen das Gefühl zu geben: Der passt hier gut rein.” Ihre Devise: Mitmachen - auch wenn das Ritual „Die Männer gehen jetzt mal raus an den Grill und die Frauen kümmern sich um den Salat” mit dem eigenen Rollenbild nicht übereinstimmt.

Gerät der neue Partner trotzdem ins Kreuzverhör, gebe es drei Lösungen, sagt die Expertin: Die Sache mit Humor nehmen, den Test sportlich mitspielen - oder den Inquisitoren den Spiegel vorhalten. „Charmant über die Kaffeetasse lächeln und sagen: Ich sehe, Sie wollen genau wissen, mit wem Sie es zu tun haben - das ist völlig in Ordnung”, sagt Nandine Meyden.
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