Bei Ferienjobs müssen Schüler geschützt werden

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Ferienjobs für Schüler unterliegen strengen Schutzregeln für die Jugendlichen. Schülerinnen und Schüler dürfen normalerweise keiner Erwerbsarbeit nachgehen.

Für Ferienjobs gelten allerdings gesetzliche Ausnahmen, wie das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium am Dienstag vor Beginn der Sommerferien am Donnerstag (15. Juli) mitteilte. Der Erholungswert der Ferien und die Leistungen in der Schule dürfen demnach durch einen Ferienjob nicht beeinträchtigt werden. Deshalb gelten nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz folgende „Spielregeln” für Ferienjobs:

Ab 13 Jahren dürfen Schüler mit Zustimmung der Eltern leichte Arbeiten ausführen wie Zeitungen austragen, Babysitten, Nachhilfe geben oder kleine Botengänge erledigen - allerdings nur bis zu zwei Stunden täglich.

Einen Ferienjob dürfen Jugendliche erst ab 15 Jahren annehmen. Dabei darf im Jahr an maximal 20 Tagen, pro Woche höchstens an fünf Tagen gejobbt werden.

Die tägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten; nächtliche Arbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr sowie die Arbeit an Sonn- und Feiertagen sind tabu.

Für Branchen wie Gastronomie, Landwirtschaft sowie Tätigkeiten im Gesundheitsdienst und im Bäckereihandwerk gelten Ausnahmen.

Die Jugendlichen dürfen nur Arbeiten verrichten, die sie körperlich nicht überfordern und die keine gesundheitlichen Gefahren bergen. Fließband- und Akkordarbeiten sind unzulässig.

Der Arbeitgeber hat die Jugendlichen vor der Arbeitsaufnahme zu unterweisen und auf Unfall- und Gesundheitsgefahren hinzuweisen.

Jugendliche sind bei Ferienjobs über den Arbeitgeber unfallversichert, Beiträge zu den Sozialversicherungen fallen nicht an.

Verstöße von Arbeitgebern gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit und können in schweren Fällen auch als Straftat verfolgt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert