Bei Differenzen in der Familienplanung auf Ultimatum einigen

Von: ddp
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Essen. Zur Familiengründung gehören immer zwei. Will von diesen beiden allerdings einer partout noch keinen Nachwuchs, während der andere schon seine biologische Uhr ticken hört, kommt es oft zu Konflikten.

„Viele Paare schleppen das Thema Familienplanung lange mit sich herum, ohne es einmal richtig zu klären”, sagt Ulla Diallo, Paartherapeutin aus Essen.

Ideal sei es, wenn man schon in der Anfangsphase der Partnerschaft darüber spreche, ob man sich eine Familie wünsche oder ob man keine Kinder bekommen wolle. Doch gerade bei Paaren, die schon sehr jung zusammengefunden hätten, tauche diese Fragestellung oft erst nach vielen Beziehungsjahren auf.

„Wichtig ist dann, dass man sich darüber austauscht, ob und wann jeder Partner die Familienplanung angehen möchte”, sagt Diallo. Man sollte sich über die jeweiligen Standpunkte unterhalten und Verständnis für die Wünsche und Bedürfnisse des anderen aufbringen. Gemeinsam könne man sich dann auf einen Zeitpunkt in ein paar Jahren verständigen, zu dem das Thema noch einmal neu angesprochen wird. „Zögert ein Partner dann aber nach dieser vereinbarten Schonfrist immer noch, liegt der Grund für das dauernde Verschieben oft woanders”, sagt Diallo.

Eine Entscheidung für gemeinsame Kinder bedeute viel Verantwortung und eine lange Bindung, auch an den Partner. Häufig sei es diese Festlegung, die abschrecke. Mancher habe auch Angst davor, die finanzielle Verantwortung für eine Familie tragen zu müssen.

Den Kinderwunsch mitzutragen, nur um dem Partner zu gefallen, sei jedoch auch der falsche Weg. Bekomme ein Paar ein Kind, obwohl ein Partner eigentlich keinen Nachwuchs wollte, führe das oft zu Problemen.

„Der Betroffene zieht sich dann häufig ganz aus der Erziehung zurück, die Belastung bleibt nur an einem der beiden hängen”, sagt Diallo. Sei man sich darüber im Klaren, dass man keine Kinder haben möchte, sollte man daher dazu stehen und seinem Partner gegenüber ehrlich sein und ihn nicht unnötig hinhalten. Denn das koste beide Beteiligten möglicherweise wertvolle Lebenszeit.
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