Bei der Hochzeitseinladung zwei verschiedene Texte verfassen

Von: dapd
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Stuttgart. Der schönste Tag im Leben steht an: die Hochzeit. Es soll ein rauschendes Fest werden.

Mit dabei sind natürlich Freunde, Kollegen und auch einige aus der Chefetage. Schon bei der Einladung stellt sich also die unbequeme Frage: Wie formuliert man richtig? Denn mit der Kindergartenfreundin ist man logischerweise per „Du”, den Chef siezt man natürlich. „Die einfachste Lösung ist, zwischen der Siez- und der Duz-Gruppe zu unterscheiden und zwei verschiedene Einladungen zu verfassen”, rät Carolin Lüdemann, Mitglied im deutschen Knigge-Rat.

Wem das jedoch zu kompliziert ist, dem rät die Expertin aus Stuttgart, neutrale Karten ohne persönliche Anrede und Grußformel anzufertigen und den Inhalt ebenso neutral zu halten. „Die persönliche Anrede ergänzt man in dem Fall handschriftlich und gestaltet sie individuell. Bei der Duz-Freundin Elke beispielsweise schreibt man Liebe Elke, bei dem Chef namens Michael Schröder schreibt man Lieber Herr Schröder, und wenn das Verhältnis noch ein sehr förmliches ist, lautet die Anrede: Sehr geehrter, lieber Herr Schröder”, erklärt Lüdemann.

Im Text sollte man der Expertin zufolge auf Formulierungen wie: „Wir freuen uns mit Ihnen/Euch zu feiern” verzichten. Viel eleganter sei: „Wir freuen uns darauf, unsere Hochzeit zu feiern. Und möchten dazu herzlich einladen.” Nach den Terminangaben ende man mit den Worten „Wir bitten um Rückmeldung bis zum TT.MM.JJ”, erläutert sie. Gleiches wie schon bei der persönlichen Anrede gelte auch für die Grußformel am Ende der Einladung. Auch da rät Carolin Lüdemann, Vornamen und Nachnamen der Gastgeber vordrucken zu lassen und darüber handschriftlich zu ergänzen und zu individualisieren. „Bei meiner Tante muss ich ja nicht mit meinem Nachnamen unterschreiben, da schreibe ich Deine Carolin, bei meinem Chef hingegen bleibt es förmlich und deshalb unterschreibe ich da mit Ihre Carolin Lüdemann förmlich”, erklärt sie.
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