BAT-Zukunftsstudie: Gute Freunde werden immer wichtiger

Von: epd
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Hamburg. Gute Freunde zu haben, wird nach einer BAT-Zukunftsstudie für die Menschen immer wichtiger. Waren 2002 für 83 Prozent der Befragten Freunde wichtig, so sind es nach der jüngsten Umfrage 92 Prozent.

Berufs- und Arbeitsbeziehungen sind dagegen mit 72 Prozent weniger wichtig. Gegenüber 2002 sank ihre Bedeutung um zwei Prozentpunkte. Nur 24 Prozent der Befragten ist die Religions- und Kirchenzugehörigkeit sehr wichtig. Ihre Bedeutung habe seit 2002 um sieben Prozentpunkte abgenommen, teilte die BAT-Stiftung am Donnerstag in Hamburg mit.

„Neben die Sorge um die eigene Gesundheit und das Wohlergehen der Familie rückt die systematische Pflege der Freundschaftskontakte in das Zentrum des Lebens”, sagte Prof. Horst W. Opaschowski, wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Das Lebensmotto „Wer Freude haben will, muss Freunde haben” gelte unabhängig von Alter, Beruf und sozialer Stellung.

Für 92 Prozent der Bevölkerung und für 95 Prozent der Singles gehören laut Umfrage Freunde zur unverzichtbaren persönlichen Lebensqualität. Für viele Menschen sei das soziale Wohlergehen genauso wichtig wie die Erhaltung des materiellen Wohlstands, sagte Opaschowski. Er warnte vor Ersatzbeziehungen im Internet: „Virtuelle Beziehungen können echte Freundschaften nicht ersetzen.”

In ihren Repräsentativuntersuchungen hat die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen sowohl 2002 als auch 2010 bundesweit 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Lebenseinstellungen befragt.
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