Aufräumen sollte Kindern Spaß machen

Von: dapd
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Ordnung ins Chaos bringen: Die Abstellkammer sinnvoll einrichten
Viele Eltern kämpfen gegen das Chaos im Kinderzimmer. Die Kleinen haben meist keine Lust aufzuräumen und die Eltern erst recht nicht. „Und hier liegt der Fehler”, sagt die Ko-Autorin des Buchs „Die Kunst des Aufräumens”, Constanze Köpp aus Hamburg. Denn Kinder lernten von ihren Eltern. Foto: dpa

Hamburg. Viele Eltern kämpfen gegen das Chaos im Kinderzimmer. Die Kleinen haben meist keine Lust aufzuräumen und die Eltern erst recht nicht. „Und hier liegt der Fehler”, sagt die Ko-Autorin des Buchs „Die Kunst des Aufräumens”, Constanze Köpp aus Hamburg. Denn Kinder lernten von ihren Eltern.

„Wenn sie ihrem Sprössling vermitteln, dass Aufräumen etwas Unangenehmes ist, werden Kinder versuchen, es zu vermeiden.” Eltern sollten daher ihre Einstellung zu dem Thema ändern. Das Aufräumen sollte den Kindern Spaß machen.

Der erste Schritt zu einem gemütlichen und ordentlichen Kinderzimmer ist der Wohnexpertin zufolge das Ausmisten. „Je mehr Sachen ein Kind hat, desto mehr Arbeit hat es auch damit. Das überfordert ein Kind schnell”, sagt Köpp. Auch die Kreativität der Kleinen werde durch die Masse an Spielzeug gemindert. „Kinder brauchen gar nicht viel, um sich zu beschäftigen. Die meisten ihrer Sachen liegen sowieso in den Tiefen des Zimmers und sind schon vergessen.”

Alte Sachen tauschen oder spenden

Am besten legt man gemeinsam mit seinem Kind alles einmal auf den Boden und sortiert aus. Die ausgemusterten Spielsachen werden aber nicht weggeworfen. Köpp empfiehlt, Dinge entweder zu spenden oder gegen andere Sachen von Freunden einzutauschen. Möchte ein Kind sich von ungenutzten Dingen nicht trennen, tut man sie in eine Kiste und lagert sie im Keller ein. „Die übriggebliebenen Lieblingsstücke sortiert man und legt sie in verschiedene Kästen, Körbe und Regale, die man mit Themen versehen kann”, sagt die Expertin.

Bunte Farben oder Aufkleber, schöne Fotos oder Begriffe wie „Mut” ließen sich einfach an den Kisten anbringen und mit einem Thema verknüpfen. Die Bilder oder Begriffe müssten dabei nicht unbedingt zum Thema passen. Eine Badewanne könne zum Beispiel für Buntstifte stehen. „Das gibt dem Raum eine Struktur und die Kinder sind viel motivierter beim Einräumen”, sagt die Buchautorin. Das Zimmer wirke außerdem gleich viel gemütlicher und einladender.

Eltern sollten zudem ein abendliches Aufräumritual mit ihren Kindern einführen. „Es reichen 10 bis 15 Minuten am Tag. So sammelt sich kein Chaos an und das Zimmer bleibt auf Dauer gemütlich”, sagt Köpp. Wichtig sei auch, dass Eltern das Kinderzimmer gedanklich vom Rest der Wohnung trennen. „Dieser Bereich darf etwas chaotischer sein.”
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