Aufpassen wie ein Wachhund: Kind beim Karneval Handynummer mitgeben

Von: dpa
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Düsseldorf/Köln. Fliegen beim Karnevalsumzug die Süßigkeiten von den Wagen, gibt es für Kinder meistens kein Halten mehr. Damit sie bei der Jagd nach Kamelle und Lollis nicht verloren gehen, sollten Eltern „wie ein Wachhund neben ihnen stehen”, sagte Frank Scheulen vom Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Das sei auch wichtig, damit die Kinder beim Einsammeln nicht zu nah an die Umzugswagen kommen und sich verletzen.

Da Sohn oder Tochter trotz aller Vorsicht verschwinden können, sorgen Eltern am besten schon zu Hause vor. „Mit dem Kind auszumachen, dass es zu einem Treffpunkt geht, bringt nichts”, sagte Scheulen.

„Sobald die ersten Süßigkeiten fliegen, vergessen die Kinder alles.” Und dem Kind zu raten, einfach stehenzubleiben, bis die Eltern kommen, sei angesichts der sich schiebenden Menschenmassen unrealistisch.

Besser sei, dem Kind einen Zettel mit seinem Namen und der Handynummer der Eltern in die Tasche zu stecken. Hat es Mutter oder Vater verloren, sollte es sich damit an den nächsten Polizisten oder andere Helfer, etwa Sanitäter, Feuerwehrleute oder Streetworker wenden, riet Maren Leisner von der Polizei in Köln.

„Diese Personen sind alle klar erkennbar.” Die Helfer versuchten dann, Kontakt mit den Eltern aufzunehmen. Das setzt allerdings voraus, dass die Eltern auch erreichbar sind. Ist das nicht der Fall, werde das Kind an das Jugendamt übergeben.

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