Arbeiten im Ruhestand

Von: ddp
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Nürnberg. Ob aus Lust am Job oder um die Rente aufzubessern- wer im Rentneralter weiter arbeiten gehen möchte, ist in Deutschland nicht allein: Mehr als 1,24 Millionen Menschen über 60 Jahren gehen einer Nebenbeschäftigung oder geringfügigen Beschäftigung nach - also etwa jeder sechzehnte Rentner. Das zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Allerdings sollten arbeitende Rentner aufpassen, dass ihnen ihr Fleiß nicht zum Nachteil gereicht: Laut Deutscher Rentenversicherung dürfen Rentner unter 65 Jahren nur 400 Euro hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

Wer mehr verdient, riskiert, dass seine Rente gekürzt oder ganz gestrichen wird. Anja Huth, Sprecherin bei der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg rät, sich in diesen Fällen von seiner Rentenversicherung beraten zu lassen.

Wenn man erst einmal die Regelaltersgrenze von 65 Jahren erreicht hat, gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr und der Hinzuverdienst muss der Rentenversicherung nicht einmal gemeldet werden. Solange es sich nicht um einen 400-Euro-Job handelt, müssen aber Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden.

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt seien von der allgemeinen Wirtschaftslage abhängig, sagt Anja Huth, weniger von den formalen Qualifikationen des Rentners. „Oftmals haben gerade Menschen aus Berufen mit niedrigem Einkommen die Motivation, sich zu ihrer Rente etwas hinzuzuverdienen.”

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist jeder zehnte arbeitende Rentner im Einzelhandel tätig, viele auch in der Gastronomie, bei Post- oder Kurierdiensten, in der Hausverwaltung oder -betreuung, im Garten- und Landschaftsbau und im Gesundheitswesen.
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