Ältere Patienten nach OP geistig fordern

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Berlin/Baierbrunn. Ältere Patienten sollten nach einer Operation geistig gefordert werden. Angehörige sprechen mit ihnen am besten über Vertrautes.

Reagiert der Patient dann besonders langsam oder verwirrt, sollten die Pfleger oder der Arzt informiert werden, rät Prof. Claudia Spies, Anästhesistin an der Charité in Berlin. Denn fast die Hälfte aller Patienten über 60 Jahren seien nach einer Operation vorübergehend verwirrt.

Doch nur jeder fünfte Betroffene reagiere auffällig, etwa wirr oder aggressiv. Die meisten lägen ruhig im Bett. Das sei tückisch, weil Pfleger und Ärzte nichts davon mitbekommen und zum Beispiel unbemerkt bleibt, wenn der Patient Schmerzen oder Durst hat, erläutert Spies im Apotheken-Magazin „Senioren Ratgeber”.

Angehörige könnten den Patienten dabei helfen, sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Der frisch Operierte sollte möglichst schnell seine Uhr in der Nähe haben und gegebenenfalls seine Brille, das Hörgerät oder die Zahnprothese tragen, rät die Ärztin. Ein vertrautes Foto auf dem Nachttisch könne ebenfalls bei der Orientierung helfen. Außerdem sollte der Patient viel trinken, denn Flüssigkeitsmangel könne die Verwirrtheit erhöhen.

Gewöhnlich werden die meisten Patienten schnell von alleine wieder fit. Bis sie das Krankenhaus verlassen, hätten sich die Probleme meist gelegt, so Prof. Spies. Einige litten aber auch noch zu Hause unter den Folgen der Operation. Deshalb sei es wichtig, schon vor dem Eingriff mit dem Arzt über das Thema Verwirrtheit zu sprechen.
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