München - ADAC fordert besseren Seitenaufprallschutz bei Kindersitzen

ADAC fordert besseren Seitenaufprallschutz bei Kindersitzen

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München. Der Seitenaufprallschutz bei Auto-Kindersitzen muss nach Meinung des ADAC stärker beachtet werden. Dieser spiele bei der gesetzlichen Zulassung von Kindersitzen derzeit keine Rolle, sei aber wichtig für die Sicherheit, teilte der Automobilclub zu seinem aktuellen Kindersitztest am Mittwoch mit.

Kinder seien bei einem Seitenaufprall besonders gefährdet. Das sei sogar dann so, wenn das Auto über einen Kopf-Airbag verfüge. Denn dieser reiche meist nicht weit genug herunter, um Kinder seitlich zu schützen.

Zusammen mit der Stiftung Warentest hat der ADAC 22 Kindersitze verschiedener Alters- und Gewichtsklassen getestet - es gab kein „sehr gut”, aber 14 Mal die Note „gut”. Fünfmal hieß das Urteil „befriedigend”, dreimal „ausreichend”. Immerhin gibt es für jede Altersstufe ein Produkt, das ein „gut” erzielte.

Als die besten Sitze erwiesen sich der Maxi Cosi Pebble+Family Fix (in der Klasse bis 13 Kilogramm) und der Kiddy Energy Pro (in der Klasse neun bis 18 Kilogramm). Sie erreichten die Note 1,6. In der Kategorie „Bedienung” schnitten sie sogar mit „sehr gut” ab, weil sie leicht zu montieren seien.

Das Kriterium „Bedienung” zählt beim ADAC genauso viel wie die „Sicherheit”. Denn der sicherste Sitz nutze nichts, wenn eine überdurchschnittlich hohe Gefahr zur Fehlbedienung gegeben sei, heißt es vom ADAC. Deswegen wurden der Safety 1st Tri Safe+ (in der Klasse 9 bis 36 Kilogramm) und der Casualplay PrimaFix (der einzige bis 10 Kilogramm) nur mit „ausreichend” bewertet.

Dem Chicco Key 2-3 Ultrafix (in der Klasse 15 bis 36 Kilogramm) brachten erhöhte Belastungswerte im Seitencrashtest ebenfalls nur die Bewertung „ausreichend” ein. Wie auch beim Casualplay rollte bei diesem Sitz im Test der Kopf des Dummys aus den Seitenwangen heraus und berührte die Autotür.
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