Nachhaltigkeit beim Kaffee: Darauf sollten Sie achten

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Kaffeebohnen
Foto: Wen Hsiao / Freeimages

Kaffee ist das vielleicht beliebteste Genussmittel der Deutschen. Das schwarze Getränk bezaubert mit seinen Varianten ganze Generationen. Was bei den einen der Filterkaffee ist, sind für andere selbst gemahlener und frisch aufgebrühter Kaffee und eine Tasse aus einem Kaffeekapselautomaten.

 Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes trinken die Deutschen im Jahr ganze 162 Liter im Durchschnitt pro Kopf. Damit konsumieren sie mehr von dem Koffeingetränk als von Mineralwasser oder Bier. Aber Kaffee hat auch dunkle Seiten. Obwohl die am Weltmarkt nachgefragte Menge von Rohkaffee regelmäßig die verfügbare Ernte übertrifft, sind viele Kaffeebauern arm.

Außerdem verursachen der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und der Anbau in Monokulturen dauerhafte Schäden für die Umwelt und die in den Anbaugebieten lebenden Menschen. Nach Schätzungen des Kaffeeverbandes stammen noch immer 92 Prozent des Kaffees aus solchen konventionellen Anbaumethoden. Dabei könnte der Verbraucher diese Situation maßgeblich beeinflussen. Denn die anderen acht Prozent des Kaffees stehen für nachhaltigen Anbau.

Was ist Nachhaltigkeit beim Kaffeeanbau?

Nachhaltigkeit ist der Schlüssel für ein besseres Wirtschaften. Der Begriff beinhaltet das Bewahren der Ressourcen wie Wasser, Boden und Natur, aber auch ein faires Miteinander von Erzeugern und Handel. Im Falle von Bio-Anbau kommt eine umweltschonende oder sogar die Natur schützende Funktion hinzu. Nachhaltiger Kaffeeanbau bedeutet in diesem Sinne, dass Monokulturen durchbrochen, chemische Pflanzenschutzmittel reduziert und die Erträge langsam gesteigert werden sollen.

Nebeneffekt des nachhaltigen Kaffeeanbaus sind der Erhalt der Fruchtbarkeit der Böden, saubereres Wasser und der Erhalt der Natur mit ihrer gesamten Vielfalt. Zusätzlich beinhaltet ein nachhaltiger Ansatz eine soziale Komponente: eine faire Entlohnung der Kaffeebauern. Dieser kommt sogar eine wichtige Hebelfunktion zu, denn bei einer fairen Bezahlung wirkt der nachhaltige Anbau als Signal für andere Kaffeebauern.

Siegel als Erkennungsmerkmal für nachhaltigen Kaffeeanbau

Der Konsument erkennt nachhaltigen Anbau nicht am Kaffeegeschmack. Denn für das Aroma sind Kaffeeart und Röstverfahren entscheidend. Der Anbau hat daran nur einen äußerst geringen Anteil. Allerdings können die Kaffee-Fans dennoch den nachhaltigen Anbau in den Produktionsländern unterstützen. Möglich ist dies, indem der bisherige Anteil von entsprechend zertifiziertem Kaffee ansteigt.

Damit die Kunden den richtigen Kaffee aus dem Ladenregal ziehen, bietet Nachhaltigkeitssiegel eine Orientierung. Diese Siegel unterscheiden sich teilweise gewaltig, aber alle zertifizieren mehr oder weniger streng den nachhaltigen Kaffeeanbau, der bestimmte Standards beim Anbau und Entlohnung einhält. Als besonders glaubwürdige Siegel gelten Fair Trade, Bio und Rainforest Alliance. Auch das UTZ-Siegel ist ein Hinweis auf nachhaltigen Anbau, stellt aber die Qualifizierung der Kaffeebauern in den Mittelpunkt, nicht die Umwelt- und Sozialaspekte.

Kaffee - Tchibo als Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften

Tchibo ist ein Unternehmen, das seit mehreren Jahren sehr intensiv das Thema Nachhaltigkeit beim Kaffeeanbau unterstützt. Das Ziel der Hamburger ist, mittelfristig ausschließlich nachhaltigen Kaffee anzubieten, um die Kaffeebauern und ihre Familien zu unterstützen und ihnen eine Lebensgrundlage zu bieten. Effekt: Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet nicht nur soziales Engagement, sondern gleichermaßen eine starke Bindung der Produzenten und Kunden.

Wie ernst Tchibo diesen Ansatz nimmt, zeigen aktuelle Zahlen und mehrere Projekte. Das Unternehmen gibt beispielsweise an, dass 50 Prozent aller in Deutschland angebotenen Filterkaffees aus nachhaltigem Anbau von Tchibo stammen. Die Kaffeemarken Barista Espresso und Caffè Crema sowie die Cafissimo Kapseln und die Mischung Privat Kaffee beinhalten ausschließlich zertifizierten Kaffee.

Vor Ort in Afrika und Guatemala hat Tchibo Projekte initiiert, die Kaffeebauern beim nachhaltigen Wirtschaften unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei neben Fragen des Anbaus die Bildung der Farmerkinder. Tchibo baut gemeinsam mit Kooperationspartnern Schulen, stattet diese mit Brunnen für sauberes Trinkwasser und Lehrmaterialien aus und bietet den Schülern so Zugang zu einer der am dringendsten benötigten Ressource in Entwicklungsländern: Bildung. Dieser ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für die dortige Bevölkerung und damit indirekt gegen eine Ausbeutung der Natur. 

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