Gefährliche Erreger in der Wurst

Von: Jan Drebes
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Salami
In Mett- und Teewurst sowie Salami und rohem Schinken befinden sich teilweise gefährliche Erreger. Foto: stock/imagebroker

Berlin. Die Grünen-Fraktion ist durch eine Lebensmittel-Studie in Eigeninitiative zu einem alarmierenden Befund gekommen: In 65 Proben von Mett- und Teewurst sowie Salami und rohem Schinken fanden sich in zehn Fällen gefährliche Erreger in den Lebensmitteln.

Das beauftragte Labor in Bayern wies in den Produkten die sogenannten ESBL-Keime nach. Sie lösen Resistenzen gegen Antibiotika aus, sorgen also dafür, dass im Krankheitsfall Antibiotika nicht mehr wirken können. Schätzungen zufolge tragen schon heute rund sechs Millionen Menschen in Deutschland solche resistenten Erreger in sich. Ebenfalls laut Schätzungen sterben jährlich etwa 30.000 Menschen daran, weil für sie nicht oder nicht rechtzeitig im Krankheitsfall ein passendes Antibiotikum gefunden werden kann.

Die Grünen ließen die Tests zwischen dem 28. April und dem 2. Mai dieses Jahres in insgesamt 13 deutschen Städten vornehmen.Die Untersuchung ist nicht repräsentativ, da die Stichprobe zu klein ist. Allerdings hatten die Grünen vor zwei Jahren schon einmal einen ähnlichen Test durchgeführt und waren auch damals auf etwa 16 Prozent betroffene Ware gestoßen.

Besonders auffällig seien die Putenprodukte gewesen, heißt es in einer Auswertung der Studie, die unserer Zeitung vorliegt. In sechs von neun Proben fanden die Tester die ESBL-Keime. Der Vize-Fraktionschef der Grünen, Oliver Krischer (Düren), nannte die resistenten Keime in Lebensmitteln eine „tickende Zeitbombe“. Er betonte: „Mit den Produktionsmethoden beim Billigfleisch gefährden wir unsere Gesundheit.“

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