Dafür geben die Deutschen ihr Geld aus: Konsum statt private Altersvorsorge

Von: rd
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Foto: Till Westermayer / CC BY-SA 2.0

Berlin. Normalerweise ist die Altersvorsorge bei den planungsliebenden Deutschen ein sehr beliebtes und wichtiges Thema. Eine aktuelle Umfrage zeigt allerdings, dass das Thema Konsum mittlerweile um einiges wichtiger geworden ist.

In diesem Jahr legen die Deutschen ein sehr gesundes Konsumverhalten an den Tag. Allein im Juli waren die Umsätze der Einzelhandelsbranche um 3,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. In erster Linie spricht das für die gute Verbraucherstimmung im Land. Das wird mit Sicherheit auch schon jeder bemerkt haben, der an einem Samstagnachmittag durch die Aachener Innenstadt spaziert ist.

Im Zeitalter des Internets ist das Shoppen noch viel einfacher geworden. Online bekommt man mittlerweile alles, was man für den Alltag braucht. Fehlt das nötige Kleingeld, lässt man sich auch gerne mal eine kleine Finanzspritze in Form eines Kredits zukommen. Bei der Finanzierung des Wunschkredits unterstützen wiederum virtuelle Kreditrechner, wie sie beispielsweise auf ing-diba.de zur Verfügung stehen. Was bei vielen Deutschen dagegen zu kurz kommt, ist die private Altersvorsorge.

In einer Allensbach-Umfrage, veröffentlicht vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), zeigten lediglich 26 Prozent der Befragten die Bereitschaft, "einiges" für ihre private Altersvorsorge auszugeben. In 2001 dagegen waren es noch 45 Prozent.

Laut Ergebnissen ist also nur eine Minderheit der Deutschen zu hohen Ausgaben für die Altersvorsorge bereit. Die geringste Ausgabebereitschaft bringt laut Umfrage die Gruppe der 16- bis 29-Jährigen sowie die der über 60-Jährigen auf. Am höchsten ist die Ausgabebereitschaft dagegen bei den 30- bis 40-Jährigen (mit rund 40 Prozent der Befragten).

Den Ergebnissen nach ist vielen Deutschen der Konsum wichtiger als die eigene Altersvorsorge. Weit oben auf der Prioritätenliste stehen gutes Essen, die Einrichtung, Reisen oder die Anschaffung technischer Geräte. Demnach scheinen viele Deutsche im Hier und Jetzt zu leben, ganz nach dem Motto: Lebe heute, denke nicht an morgen.

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