Berlin - Zeugnis-Endspurt: Wie können Schüler ihre Noten noch verbessern?

Zeugnis-Endspurt: Wie können Schüler ihre Noten noch verbessern?

Von: vo
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Versetzung
Sind die Noten so schlecht, dass die Versetzung gefährdet ist, geraten viele Eltern in Panik. Foto: pixabay.com © geralt (CC0 1.0)

Berlin. „Versetzung gefährdet!" - ein Satz, der vor allem Eltern in Panik ausbrechen lässt. Schüler sehen dem befürchteten Papier eher gelassen entgegen, dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. Mehr Gelassenheit raten Experten auch den Eltern, doch allein davon werden die Noten nicht besser.

Aktiv im Unterricht mitmachen

Schüler, die sich kaum mündlich im Unterricht beteiligen, machen auf ihre Lehrer leicht einen desinteressierten Eindruck. Einige können das mit guten Ergebnissen im Schriftlichen ausgleichen. Wem das nicht gelingt, kann keine gute Note im Zeugnis erwarten. Interessiertes Zuhören und aktive Beteiligung durch Melden kann so manche misslungene Klassenarbeit ausgleichen.

Freiwillige Referate

Der übergreifende Unterricht macht es Schülern heute leicht, mit einem Referat über eines ihrer Interessengebiete ihre Noten zu verbessern. Der Raketenfan hält das passende Physikreferat, der Pferdeliebhaber erzählt etwas über den Körper seines Lieblingstieres und der Bücherbegeisterte stellt seinen Lieblingsautor vor. Unterstützt durch eine ansprechende Präsentation und durch das Verteilen von informativen Handouts wird sichtbar, wie viel Arbeit der Schüler in sein Referat investiert hat.

Lehrer ansprechen

Der gute Wille zählt. So wundert es nicht, dass Lehrer es honorieren, wenn Schüler von sich aus auf sie zugehen. Es sollte geklärt werden, wo die größten Schwächen liegen und direkt danach gefragt werden, was die Schüler selbst dafür tun können, um ihre Note im betreffenden Fach zu verbessern. Die meisten Lehrer lassen mit sich reden, denn in der Regel vergibt kein Pädagoge aus Spaß schlechte Noten. Doch wo die Leistung fehlt, kann auch der engagierteste Lehrer nicht viel machen. Häufig machen sie auf Anfrage Vorschläge, wie Schüler sich verbessern können: Mehr aktive Mitarbeit im Unterricht, das Bilden von Lerngruppen, um eine gute Note in der nächsten Klassenarbeit zu erzielen oder das Halten eines Referates zu einem abgesprochenen Thema können den Ausschlag geben, dass das Kind den Sprung in die nächste Stufe schafft.

Wie Eltern helfen können

Keinen großen Druck ausüben

Kinder und Jugendliche sehen sich heute bereits in frühen Jahren mit Drucksituationen durch eine verkürzte Schulzeit konfrontiert. Wenn zusätzlich von den Eltern Druck ausgeübt wird, kann dies manchen Schüler entmutigen. Andere setzt er so unter Stress, dass sie depressiv und krank werden. Kinder gehen nicht so unbekümmert durch die Welt, wie Erwachsene manchmal denken. Schon Kleinigkeiten können ihnen große Sorgen bereiten. Des Weiteren ist es wichtig, dass Kinder mit ihren Eltern über Probleme und falsche Rollenbilder im Schulalltag sprechen können.

Lernmotivation steigern

Je motivierter und begeisterter das Kind von etwas ist, umso höher ist sein Lernerfolg. Es lernt in diesem Fall ganz nebenbei und ohne viel Mühe. Das funktioniert aber nur, wenn das Kind nicht zu sehr unter Druck gesetzt wird. Fremdbestimmung verhindert die Eigenmotivation. Wie es gelingt, die Lernmotivation zu steigern, zeigt die Lernplattform scoyo. In dem auf der Webseite verfügbaren Dokument sind Hinweise für Lehrer und Eltern zum Thema Wissensvermittlung und Lernerfolg erläutert.

Abwechslung

Mehrere Wochen am Stück sich nur mit dem Mathebuch zu beschäftigen, lässt die Lernmotivation sinken. Pausen und freie Tage sind wichtig und auch das Lernen lässt sich abwechslungsreich gestalten. Eine passende Geschichte, ein interessantes Video, Lernspiele, Experimentierkästen und Apps für das Smartphone, von denen hier einige vorgestellt werden, tragen zum Lernerfolg bei und verdeutlichen den Schülern, dass Lernen auch Spaß machen kann.

Lerntyp berücksichtigen

Nicht jeder Schüler lernt gleich. Einige Kinder benötigen nach der Schule etwas Zeit für sich, andere wiederum nicht. Auch der Charakter spielt eine Rolle.

Gemeinsame Strategie entwickeln

Um Noten erfolgreich zu verbessern, ist es sinnvoll, dass sich Eltern mit ihren Kindern zusammensetzen und gemeinsam besprechen, wo die Schwächen liegen und wie diese angegangen werden können. Es ist wichtig herauszufinden, in welchen Fächern Wissenslücken vorhanden sind, welche Fächer für das Kind lediglich langweilig sind und wo das Verhältnis zur Lehrperson ein ausschlaggebender Punkt ist. Mit diesem Wissen entwickeln Eltern mit ihrem Schützling eine gemeinsame Strategie, die dem Kind hilft, es gleichzeitig jedoch nicht überfordert.

Nachhilfe

Sind große Wissenslücken vorhanden, macht Nachhilfe Sinn. Hier ist weniger mehr. Im besten Fall ist die Nachhilfe auf ein Fach beschränkt. Da gute Nachhilfelehrer mitunter nicht einfach zu finden sind und viele Schüler Probleme haben, das erworbene Wissen im Unterricht umzusetzen, kann auch ein Schüler aus einer höheren Stufe geeignet sein.

Lernstörungen ausschließen

Lernstörungen haben ihre Ursache im Gehirn des Kindes. Wie Menschen sich dreidimensional bewegen, so denken sie auch. Lernblockaden im Gehirn verursachen nicht nur Lese-, Rechtschreib- oder auch Rechenschwächen, sie können auch unbemerkt schulische Probleme mit sich bringen, die auf den ersten Blick auf Unwillen oder Faulheit schließen lassen. Probleme in bestimmten Fächern, obwohl das Kind den Stoff eigentlich beherrscht, auffälliges Verhalten, das nur in der Schule auftritt, eine eingedrehte Hand beim Schreiben und vieles mehr können Anzeichen für eine Lernblockade sein. Hierbei wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Es gibt die "Rechts-Links"-, die "Vorne-Hinten"-Blockade sowie die "Oben-Unten"-Blockade, die sich jeweils anders äußern. Nachhilfe hilft hier wenig, nach Rücksprache mit dem Kinderarzt ist in vielen Fällen eine pädagogische Lernberatung hilfreich.

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