Mit Brainstorming das Kreativloch überwinden

Von: ey
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Berlin. Immer mehr Unternehmen nutzen Brainstorming, um ihre Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. Dennoch kommt es häufig vor, dass mit dieser klassischen Methode kein adäquates Ergebnis erzielt wird. Wenn die Kreativität eine Pause macht, lohnt sich der Blick auf alternative Brainstorming-Techniken.

Warum Kreativtechniken wie Brainstorming hilfreich sind

Wenn es darum geht, als Gruppe Lösungen für ein Problem zu finden, sind Kreativtechniken die beste Möglichkeit. Gemeinsam auf Ideenfindung zu gehen, stärkt nicht nur das kommunikative Miteinander, es steigert auch die Effizienz.

Da die Mitglieder des Teams meist aus verschiedenen Abteilungen stammen und somit einen anderen Erfahrungsschatz mitbringen, können außergewöhnliche Problemlösungen generiert werden. Auf bereits erdachten Ideen bauen die Teilnehmer auf, wodurch sich neue Perspektiven entwickeln. Somit erhöht sich nicht nur die Themenvielfalt, das divergente Denken wird ebenfalls gefördert.

Um Brainstorming effektiv zu gestalten, muss man das kreative Potenzial der Gruppe gänzlich nutzen. Dabei ist zu beachten, dass keinerlei Kritik geäußert wird. Wenn die Mitarbeiter nicht frei sprechen können, sind sie gehemmt und das gemeinsame Arbeiten wird zu einer zähflüssigen Angelegenheit.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass derartige Meetings oft kurzfristig einberufen werden. Dadurch erhalten die Teilnehmer wenig Zeit, um sich mit der Problematik auseinanderzusetzen. Besser ist es, wenn im Vorfeld ein Zeitfenster zur Ideenfindung festgelegt wird.

Wenn das klassische Brainstorming nicht funktioniert bzw. nicht die richtige Methode für die Gruppe ist, gibt es eine Vielzahl an Alternativen, die Unternehmen in Betracht ziehen sollten.

Innovationsdigging

Diese doch recht neue Methode wurde von Tamer Kemeröz und Benno van Aerssen entwickelt. Sie soll sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen dabei helfen, einen Startpunkt für die Ideensuche zu finden. Die Alternative zum Brainstorming hat das Ziel, die Ideenfindungseffizienz zu steigern.

Dabei werden systematisch verschiedene Bereiche bearbeitet. Durch die definierten und somit eingegrenzten Themenfelder verhindern sowohl Unternehmen als auch Teilnehmer das Aufkommen von Frustmomenten. Diese führen nämlich schnell zu einer ineffizienten Bearbeitung des Themas und verursachen zusätzliche Kosten, weil kein Ergebnis erzielt wird.

An diesem Punkt setzt Innovationsdigging an. Wer mehr über diese praxisnahe Methode erfahren möchte, sollte unbedingt das Video von Benno van Aerssen ansehen.

Das Kollektive Notizbuch als Teil des Brainwritings

Auch das Brainwriting ist keine gänzlich neue Methode unter den Kreativtechniken – dafür aber eine der effizientesten. Im Gegensatz zum klassischen Brainstorming wird hier nicht verbal kommuniziert. Stattdessen wird ein Notizbuch zur Verfügung gestellt, in welches die teilnehmenden Mitarbeiter ihre Gedanken eintragen sollen.

Bei dieser Methode gibt es entweder ein zentral ausgelegtes Buch oder ein individuelles Heft für jeden Teilnehmer. Darin werden nicht nur Aufzeichnungen zum Thema festgehalten, sondern alle spontanen Einträge, die sich aus bereits bestehenden Anmerkungen entwickeln.

Erst im Anschluss setzt sich die Gruppe zusammen und diskutiert über die einzelnen Ideen. Das bietet den enormen Vorteil, dass jeder Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum die eigenen geistigen Ergüsse gesammelt hat.

Anbieter wie brandbook.de haben sich auf genau solche Kreativbücher spezialisiert, die als Ideenspeicher für Kreativköpfe dienen sollen. Im Zeitalter der Digitalisierung nutzen viele Menschen auch das Smartphone als mobiles Notizbuch, um spontane Eingebungen zu verschriftlichen.

Die Apfel-Methode

Diese Alternative zum klassischen Brainstorming mag zunächst unterhaltsam klingen, tatsächlich ist sie aber sehr wirkungsvoll. Diese Methode beinhaltet nicht nur eine Kreativtechnik. Sie ist so erfolgreich, weil sie mehrere miteinander verbindet.

Als Grundlage dient die Assoziations-Technik. Bei dieser versucht man Assoziationen zum Ausgangsbegriff zu erstellen. Dafür ist es zunächst notwendig, die Grundfrage so lange zu reduzieren, bis mit nur einem Wort alles Notwendige gesagt wird. Im Anschluss sollen die Teilnehmer alles aufschreiben, was ihnen zu diesem Begriff einfällt.

Durch einen extra hervorgerufenen Perspektivenwechsel betrachten die Teilnehmer das Problem aus der Sicht eines Kunden und wenden anschließend verschiedene Fragetechniken an, die sie der Lösung näher bringen. Die resultierenden Ansätze werden dann bei einem Ebenenwechsel auf andere Bereiche projiziert.

Durch dieses „abdriften“ nehmen die Ansätze eine größere Dimension ein, die es anschließend wieder zu konkretisieren gilt. Zum Schluss empfiehlt Jens-Uwe Meyer in seinem Artikel „Mit dem „Apfel“ neue Ideen entwickeln“ Inspirationslotto.

Dort werden wahllos fremde Begriffe in den Raum geworfen, die die Teilnehmer innerhalb von einer Minute mit dem Ausgangsthema in Verbindung bringen sollen. Das soll der Problemlösung nicht nur den letzten Schliff verleihen, sondern auch die Stimmung innerhalb der Gruppe auflockern. So verlassen alle mit einem guten Gefühl den Raum.

Denken wie Walt Disney

Die Walt Disney-Methode ist beinahe schon ein Klassiker unter den Kreativtechniken. Es handelt sich hierbei in erster Linie um eine Art Rollenspiel bei der die kreativen Köpfe in verschiedene Rollen schlüpfen und das Problem durch andere Perspektiven betrachten.

Da wäre zunächst der Träumer, welcher sich uneingeschränkt von Normen und Grenzen mit der Problematik befasst. Ihm ist es egal, ob seine Ideen realisiert werden können, ihm geht es nur um das kreative Denken an sich.

Um das Problem zu konkretisieren, gibt es den Realisten. Dieser beschäftigt sich mit den Grenzen der Ideen des Träumers. Nicht jede Idee lässt sich einfach umsetzen. Daher braucht es den Realisten, um den Bereich des Möglichen auszuloten.

Der Dritte im Bunde ist der Kritiker, der unausgesprochene Fragen stellt. Wenn diese beantwortet werden können, beginnt die Technik von vorne, bis keinerlei Ungereimtheiten mehr auftreten. 

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