Fünf PR-Tipps für Existenzgründer

Von: ei
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Berlin. Täglich erreichen Redaktionen massenhaft E-Mails und Pressemitteilungen. Wie schafft man es daher als Start-up und Existenzgründer beachtet zu werden?

Wichtig ist vor allem, Aufmerksamkeit zu erhalten, um die eigenen Produkte oder Dienstleistungen bekanntmachen zu können. Dies ist bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für jeden Existenzgründer von entscheidender Bedeutung.

Für eine Veröffentlichung im redaktionellen Teil eines Pressemediums müssen Start-up-Gründer sich zunächst mit dem Erstellen guter Pressemitteilungen beschäftigen. Bei Beachtung einfacher Regeln ist Öffentlichkeitsarbeit mittels Pressemitteilungen für jeden umsetzbar und vor allem auch mit relativ geringen Kosten verbunden.

Wie schafft man es, dass die eigene Pressemitteilung veröffentlicht wird?

1. Die Pressemitteilung muss eine Nachricht sein

Wenn der Redakteur schon beim Anblick des Titels oder beim Lesen der ersten zwei Sätze gelangweilt ist, hat die Pressemitteilung meist nur geringe Chancen auf eine Veröffentlichung. Themen, die vielleicht für die Firma selbst wichtig sind, ansonsten aber niemanden interessieren, sollte man gar nicht erst angehen. Diese Inhalte eignen sich vornehmlich für eine Publikation im Firmenblog, aber als Pressemeldung sollte man sich interessantere Themen überlegen.

Vor allem sollte der Text der Zielgruppe ansprechend verdeutlichen, was der potenzielle Kunde von dem Produkt, dem Angebot, der Dienstleistung hat. Worin besteht der Nutzen für den Leser? Was verbessert sich für den Interessenten, wenn er das Produkt der Firma hat? Wie kann die Dienstleistung helfen, den Alltag zu erleichtern? Gibt es eine Neuheit?

2. Der Schreibstil sollte sachlich-neutral sein 

 Der Text einer Pressemitteilung muss leicht verständlich aber trotzdem professionell geschrieben sein. Der Stil sollte nicht umgangssprachlich, aber auch nicht zu hochgestochen sein. Das Wichtigste ist:

Nicht aus der „Ich“- oder „Wir“-Perspektive schreiben und niemals die potenziellen Kunden (also die Leser) direkt ansprechen! Ein Text, der durchzogen ist von Formulierungen wie „Kommen Sie und kaufen Sie ...“ oder „Wir bieten Ihnen die besten Produkte ...“ wird von Redakteuren zu Recht als werbesprachlich eingestuft. Dafür gibt es Werbeanzeigen, die man bezahlen und dann subjektiv schreiben kann. Für den redaktionellen Teil, also eine objektive Berichterstattung, taugt dieser Stil nicht.

Eine Pressemitteilung sollte folglich seriös und neutral formuliert sein.Am besten schreibt man in der dritten Person, wie ein objektiver Beobachter. „Firma X hat ein Produkt auf den Markt gebracht, das gedacht ist zur Verbesserung von....“ oder „Interessenten haben von dieser Dienstleistung folgende Vorteile: ...“ Die Sätze sollten möglichst kurz und prägnant sein. Je leichter und eingängiger ein Text ist, umso mehr Chancen hat er, erstens veröffentlicht und zweitens auch gelesen zu werden. Ganz wichtig ist es auch, sich das Geschriebene noch einmal anzusehen, bevor man es abschickt. Grammatik- und Rechtschreibfehler machen keinen guten Eindruck.

3. Thematisch passend und zur richtigen Zeit

Schon im Titel sollte kurz und knapp, aber treffend klar werden, worum es geht und dass die Pressemitteilung thematisch zur anvisierten Redaktion passt. Im ersten Absatz geht es darum, das Interesse der Leser zu wecken. Am besten ist es, wenn die Botschaft der Pressemitteilung gleich im Titel erkennbar wird. Lange Titel wirken eher abschreckend, zu lange Schachtelsätze ebenfalls.

Wenn man versucht, seine Kernaussagen in wenigen knackigen Sätzen unterzubringen sowie alle Schlüsselwörter und die Hauptbotschaft gleich zu Anfang lesbar sind, hat man gute Chancen, dass der Leser dabei bleibt und weiterliest. Mit 200 Zeichen für den ersten Absatz, in dem das Wichtigste abgehandelt ist, ist man auf der sicheren Seite. So hat man gute Chancen, dass der Leser an der Nachricht hängenbleibt und nicht gelangweilt weiterblättert.

4. Richtigen Adressaten ermitteln

Ein weiterer wichtiger Punkt besteht darin, den richtigen Ansprechpartner in der Redaktion zu finden. Eine E-Mail nur an die allgemeine „info@“-E-Mail einer Webseite ist oft aussichtlos. Deswegen sollte man z.B. auf XING nach dem Ansprechpartner suchen oder direkt zum Telefon greifen, um die E-Mail des passenden Redakteurs zu ermitteln. Gerade diese Aufgabe übernehmen ansonsten oft kostenpflichtige PR-Agenturen und Dienstleister. Als Existenzgründer kann man aber mit etwas Eigenrecherche diese Kosten oftmals einsparen.

5. Richtige Verbreitung

Sobald die Pressemitteilung verfasst worden ist, kann sie an ausgewählte Redaktionen, am besten per E-Mail, verschickt werden. Hierbei hat es sich als wirksam erwiesen, den Redakteur schon namentlich direkt im „Betreff“ der E-Mail mit „z.Hd. Herrn XY:“ zu nennen. Nach dem Versand kann eine Erinnerungs-E-Mail oder ein kurzer Anruf, ob die E-Mail angekommen ist, wertvolles weiteres Feedback bringen. Oft reagieren viele Redakteure überhaupt erst darauf.

Zudem sollte man die Meldung in einem Bereich „Presse“ auf der eigenen Start-up-Homepage sowie im eigenen Twitter und Facebook-Account veröffentlichen. Eine weitere kostenlose Variante besteht darin, die Pressemitteilung auf einem der vielen kostenlosen Online-PR-Portale (z.B. www.openpr.de) einzustellen, sodass diese für zahlreiche Redaktionen online abrufbar ist.

Alles, was dem Redakteur die Arbeit erleichtert, thematisch passend und interessant ist, hat eine Chance auf eine Veröffentlichung. Die Pressemitteilung sollte möglichst ohne großen Korrekturaufwand einsetzbar sein sowie an den richtigen Adressaten zum richtigen Zeitpunkt versandt werden. Sie sollte einen guten Aufhänger (im besten Fall eine Neuheit) beinhalten, sachlich-neutral wirken und nicht langweilen. 

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