Berlin - Blickpunkt Abitur: Was bringt die Hochschulreife?

Blickpunkt Abitur: Was bringt die Hochschulreife?

Von: rd
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Berlin. Das Abitur ist nicht ohne Grund für viele junge Menschen in Deutschland das große Ziel ihrer langjährigen Schulausbildung – immerhin ermöglicht die "Allgemeine Hochschulreife" als höchster Schulabschluss das Studium an begehrten Universitäten und Fachhochschulen.

 Auch im persönlichen Lebenslauf ist das Abitur oft eine vermeintliche Grundvoraussetzung, sofern man seine berufliche Karriere möglichst erfolgreich und nachhaltig gestalten will. Doch was kann das Abitur heutzutage noch Schülerinnen und Schülern in Deutschland bieten? Ein kurzer Überblick.

Der einfachste Schlüssel zur höheren Bildung

Der wohl offensichtlichste Antrieb für Schülerinnen und Schüler, die gymnasiale Oberstufe mit dem Abitur abzuschließen, ist die damit verbundene Berechtigung zum Studium an weiterführenden Hochschulen. Im Wintersemester 2016/2017 lag die vorläufige Gesamtzahl Studierender in Deutschland bei über 2,8 Millionen – ein stetiger Aufwärtstrend seit 2007/2008, als noch knapp über 1,9 Millionen Menschen ein Studium anfingen. Hohe akademische Abschlüsse – ob Bachelor, Master oder Diplom – scheinen also auf lange Sicht immer noch attraktive Ziele für Schulabgänger zu sein.

Zwar kann die Motivation, die Schule bis zum Abitur durchzuziehen, bei jungen Menschen mit der Zeit nachlassen, doch der langjährige Einsatz und hohe Lernaufwand zahlen sich letztlich oft aus. Selbst, wenn man in manchen Fachbereichen Wissenslücken oder Schwächen hat, ist dies noch lange kein Grund, das Abitur nicht in Angriff zu nehmen: Denn inzwischen findet man online schnell adäquate und flexible Nachhilfe-Angebote und kann so seine Leistungen verbessern und fachliche Schwächen ausgleichen.

Darüber hinaus können heutzutage auch Menschen mit bereits vorhandener Ausbildung, im aktiven Arbeitsverhältnis, mit Haupt- oder Realschulabschluss das Abitur nachholen: In zum Teil staatlich geförderten Fern- oder Abendkursen kann man sich durch Eigeninitiative nebenher den Weg zu höherer Bildung und besseren Jobaussichten ebnen.

Warum das Abitur grundsätzliche Vorteile bringt

Die Möglichkeit, schon eher in das Berufsleben einzusteigen und Geld zu verdienen, kann gerade bei Schülern der Mittelstufe verlockender sein, als weiterhin die Schulbank bis zur 12. oder 13. Jahrgangsstufe zu drücken. Gerade wenn man seinen vermeintlichen Traumjob bereits gefunden hat.

Dass das Abitur aktuell so leicht erreichbar scheint wie nie zuvor, ist ebenfalls ein Kritikpunkt: Gerade weil in Deutschland in den letzten Jahren relativ viele Schüler die Hochschulreife erlangt haben, stellt sich die Frage, wieviel der höchste deutsche Schulabschluss noch wert ist.

Die laut Statistik der Kultusministerkonferenz länderübergreifende Verbesserung der Abiturnoten in Deutschland innerhalb der letzten 10 Jahre (2006–2015) wird unter anderem vom Deutschen Lehrerverband schon länger kritisch betrachtet. Die Befürchtung hierbei ist, dass die Ansprüche an Abiturienten zugunsten einer hohen Abschlussquote immer niedriger werden und die Qualität des Schulabschlusses zunehmend darunter leidet.

Doch so berechtigt die kritische Auseinandersetzung mit dem Abitur heutzutage auch ist – man sollte seinen Wert als "Studienberechtigung" keinesfalls unterschätzen.

Und dabei muss das Abitur muss nicht zwangsläufig zum Studium führen – es bietet als hochwertiges und international angesehenes Abschlusszeugnis auch abseits der Universität interessante Möglichkeiten: Zum Beispiel die Chance auf einen hochwertigen Ausbildungsplatz oder berufsvorbereitende Praktika, die ebenso helfen können, die passende Entscheidung für die berufliche Zukunft zu treffen.

Denn in vielen Betrieben werden auch für Ausbildungsstellen Bewerber mit Abitur bevorzugt. Die Möglichkeiten, mithilfe des Abiturs die eigene Karriere zu starten, sind in jedem Fall auch heute noch vielfältig.

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