Außergewöhnliche Studiengänge: Jenseits des Uni-Mainstreams

Von: vo
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Mainz. Nach wie vor entscheiden sich die meisten Studenten für altbewährte Fächer. Dabei gibt es auch Alternativen: mehrere, gerade kleinere deutsche Unis bieten außergewöhnliche und exotische Studiengänge an.

Lehramt, BWL oder Jura - das sind die Fächer, für die sich nach wie vor die meisten Studenten einschreiben. Bewährt und immer gefragt - aber auch ein kleines bisschen langweilig. Wer lieber etwas außergewöhnlicheres jenseits des Mainstreams ausprobieren möchte, der sollte sich mit den exotischen Studiengängen vertraut machen, die gerade kleinere Unis in Deutschland anbieten.

Wer eines dieser Exoten-Fächer studiert, legt nicht nur den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere. Er hat auch garantiert ein spannendes Gesprächsthema für jede Party. Noch dazu haben kleinere Unis in unbekannteren Städten den Vorteil, dass die Mieten dort aufgrund des entspannteren Immobilienmarktes wesentlich günstiger sind als etwa in Hamburg, Stuttgart oder München, erklärt das Fachportal immowelt.de.

Unis in Nordrhein-Westfalen sind bei den Unis mit ausgesprochenen Exoten-Fächern zwar nicht dabei. Diese bieten anscheinend - wie auch unsere RWTH Aachen - eher den altbewährten Fächerkanon an. Aber immerhin gehört es für viele junge Menschen zum Studium dazu, die Welt oder zumindest einen neuen Teil ihres Heimatlandes zu entdecken.

Namensforschung an der Uni Leipzig

Mit etwas, das allgegenwärtig ist, über das die meisten Menschen aber nur selten bewusst nachdenken, befasst sich ein Studiengang der Uni Leipzig: nämlich mit Namen, seien es die von Personen oder von Orten. Onomastik, also Namensforschung, heißt der Studiengang, den es nur einmal in ganz Deutschland gibt. Die Studenten erforschen beispielsweise anhand von Veränderungen von Ortsnamen die Siedlungsgeschichte oder sind der Bedeutung von Namen auf der Spur.

Dazu müssen sie Inhalte der Sprachwissenschaft, Kultur- und Sozialgeschichte und weiterer Fächer lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Welt der Namen sollen dann auch einem breiteren Publikum nahe gebracht werden. Ein netter Nebeneffekt: Nach dem Studium kann man Freunden und Familie die Herkunft ihres Namens erklären - auch hier ist der gelungene Einstieg in die Party-Konversation fast schon garantiert.

Leipzig ist zudem eine äußerst günstige Unistadt. Lediglich 6,60 Euro pro Quadratmeter kostet hier die Miete für eine als Studentenbude geeignete Single-Wohnung.

Space Master an der Uni Würzburg

Nicht ganz so günstig ist die Unistadt Würzburg. Der Quadratmeterpreis für eine Singlewohnung liegt hier im Mittel bei 11,30 Euro. Dafür kann man sich in der Weinstadt am Main zum Space Master ausbilden lassen. Dieser Studiengang sollte das Herz jedes Science-Fiction-Fans höher schlagen lassen. Zum Sternenkrieger wird man nach dem Studium an der Uni Würzburg zwar nicht, aber zum Weltraumforscher oder Raumfahrttechniker. Der lange Name des Studiengangs lautet nämlich "Master in Space Science and Technology". Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Robotik, Planetologie und Raumschiffbau.

Nicht nur die spannenden Fächer machen den Studiengang attraktiv - die Ausbildung zum "Space Master" ist noch dazu äußerst international. Die rund 50 Studenten, von denen viele aus dem EU-Ausland oder sogar von noch weiter weg kommen, verbringen das erste Semester in Würzburg, im zweiten Semester geht es an den Weltraum-Campus im schwedischen Kiruna. Danach können sie je nach Schwerpunkt Unis in Europa, Asien oder den USA wählen.

Spaziergangswissenschaft an der Uni Kassel

Eher um die nähere Umgebung als um die unendlichen Weiten des Weltalls geht es an der Uni Kassel. Hier wird Promenadologie, zu Deutsch: Spaziergangswissenschaft, gelehrt. Der Studiengang hat aber mit Herumschlendern an der frischen Luft nur wenig zu tun und gehört zum Fachbereich Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung. Laut Fachbeschreibung geht es um "das konzentrierte und bewusste Wahrnehmen der Umwelt", dabei sollen sich den Studenten neue Sichtweisen auf Stadt und Stadtplanung eröffnen.

Kassel weist noch einen relativ entspannten Wohnungsmarkt auf. Für eine Singlewohnung werden im Mittel 8,50 Euro pro Quadratmeter fällig.

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