Was ist zu beachten, wenn ich meine Wohnung kündigen will

Von: vo
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Berlin. In Deutschland sind die verschiedensten Formen von Mietverträgen zugelassen. Das kann mitunter für Unklarheiten sorgen, wenn Sie Ihre Wohnung kündigen möchten.

Abhängig von Ihrem Mietvertrag gelten zum Beispiel unterschiedlich lange Kündigungsfristen, die Sie bedenken müssen, wenn Sie bei einem Umzug von einer Mietwohnung in eine neue Mietwohnung nicht über einen langen Zeitraum doppelt Miete bezahlen wollen. Auch für Vermieter gelten feste Regelungen bei der Kündigung eines Mietvertrags.

Als Mieter ein Mietobjekt kündigen

Wenn Sie Ihre Mietwohnung kündigen wollen, um zum Beispiel in ein Eigenheim als Altersvorsorge zu investieren oder einfach in eine größere Wohnung zu ziehen, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten der Kündigung offen. Es wird grundsätzlich zwischen der ordentlichen und außerordentlichen Kündigung unterschieden, die jeweils fristlos oder binnen der gesetzlichen Frist erfolgen kann.

Wollen Sie Ihre Wohnung kündigen, um umzuziehen, dann handelt es sich meist um eine ordentliche Kündigung im Sinne des Mietvertrags. Dementsprechend müssen Sie die Kündigungsfrist, die in Ihrem Mietvertrag genannt wird, beachten. Dies gilt jedoch nur, sofern diese rechtmäßig ist. Eine Mindestmietdauer von zehn Jahren entspricht zum Beispiel nicht den Vorgaben des Gesetzgebers, da die maximal zulässige Mindestmietdauer gerade einmal vier Jahre beträgt.

Sofern in Ihrem Vertrag dennoch eine unzulässig lange Kündigungsdauer genannt wird, können Sie diesen demnach schon früher kündigen. Daher kann es sinnvoll sein, wenn Sie sich in derart komplizierten Fällen von dem Mieterschutzbund in Ihrer Stadt beraten lassen.

Wenn Sie Ihre Wohnung kündigen wollen, müssen Sie dies bei einer ordentlichen Kündigung nicht begründen und können auf den praktischen Musterbrief zur Kündigung auf der verlinkten Seite zurückgreifen. Haben Sie jedoch einen befristeten Mietvertrag abgeschlossen, so ist dieser komplett zu erfüllen und eine vorzeitige Kündigung ist leider nicht möglich.

Anders sieht es bei einer außerordentlichen Kündigung aus, die Sie immer dann aussprechen können, wenn ein schwerwiegender Grund für den Wunsch des Wohnungswechsels vorliegt. Dabei kann es sich zum Beispiel um starken Schimmelbefall in Ihrer Wohnung handeln, der gesundheitliche Risiken nach sich zieht.

Auch Bedrohungen durch den Vermieter berechtigen Sie zu einer außerordentlichen Kündigung, die Sie fristlos aussprechen können. In diesem Fall müssen Sie die Gründe für Ihre Kündigung jedoch explizit angeben, wenn Sie die Kündigung ebenfalls schriftlich aussprechen.

Kündigungen durch den Vermieter

Wenn Sie als Vermieter Ihrem Mieter seine Wohnung kündigen möchten, dann hängt die Länge der einzuhaltenden Kündigungsfrist bei einer ordentlichen Kündigung davon ab, wie lange der Mieter Ihre Immobilie bereits bewohnt. Bei einer Mietdauer von bis zu fünf Jahren gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Diese verlängert sich bei einer Mietdauer von fünf/ acht Jahren jeweils um weitere drei Monate. Allerdings müssen Sie als Vermieter die Kündigung mit einem berechtigten Interesse, wie zum Beispiel mit Eigenbedarf, begründen.

Den Grund der Kündigung müssen Sie schriftlich anführen. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass eine berechtigte Kündigung seitens des Vermieters in bestimmten Fällen nicht durchgesetzt werden kann, sofern der Mieter zum Beispiel gerade schwanger ist und Einspruch gegen die Kündigung einlegt.

Während Sie die Kündigung an Ihren Mieter schriftlich aushändigen, sollten Sie diesen bereits auf sein Widerspruchsrecht hinweisen. Eine außerordentliche Kündigung können Sie hingegen dann aussprechen, wenn ein erheblicher Zahlungsverzug seitens des Mieters vorliegt.

Abschließende Tipps zur Kündigung Ihres Mietvertrags

Welche Kündigungsfristen Sie als Mieter im Fall einer ordentlichen Kündigung einzuhalten haben, lässt sich nicht pauschal sagen. In vielen Fällen beträgt die Kündigungsfrist drei Monate. Am besten greifen Sie zu einem Musterformular für die Kündigung und bitten Ihren Vermieter darum, Ihnen die Kündigung schriftlich zu bestätigen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Kündigung rechtzeitig beim Vermieter eingeht, damit Sie nicht für einen weiteren Monat Miete bezahlen müssen.

Kündigungen per E-Mail werden von den meisten Vermietern nicht akzeptiert. Schicken Sie Ihre Kündigung daher per Post ab (am besten als Einschreiben mit Nachweis) oder bringen Sie das Kündigungsschreiben persönlich bei Ihrer Hausverwaltung vorbei und lassen Sie sich den Eingang der Kündigung quittieren.

Sie schreiben unter dem Namen:

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