Wann sollte man einen Handwerker beauftragen?

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Berlin. Trotz handwerklichen Geschicks ist es in gewissen Fällen sinnvoll, einen Fachmann zu beauftragen. Dabei vertrauen viele Heimwerker auf Portale im Internet, die professionelle Handwerker zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis vermitteln und damit auch immer weniger Anreize für illegale Schwarzarbeit schaffen.

Wann verlassen sich Heimwerker auf Profis?

Claudia Frese, Vorstandsvorsitzende der MyHammer AG, kennt die Antwort: 10,6 Prozent aller Online-Ausschreibungen entfielen 2014 auf den Umzugs- und Transportbereich, weitere 9,9 Prozent haben sich nach Malern und Lackierern umgesehen. Relativ häufig nachgefragt werden zudem Maurer und Betonbauer sowie Handwerksleistungen rund um Sanitär- und Heizungsanlagen.

Auch Dienstleister für Gartenarbeiten waren mit 6,8 % oft gesucht. In diesen Bereichen lassen sich die Deutschen also gerne von Handwerkern und Profis unter die Arme greifen. Zunächst gilt es jedoch, jene seriösen Anbieter von den "schwarzen Schafen" zu trennen.

Preis und Service

Ein vertrauenswürdiger Handwerker kann laut Frese unter anderem an einem für beide Seiten fairen Preis-Leistungs-Verhältniserkannt werden. Dafür ist es sinnvoll, verschiedene Angebote einzuholen und zu evaluieren: Bei zu günstigen Anbietern besteht die Gefahr, dass Qualitätsstandards nicht erfüllt werden, während zu teure Dienstleister den Mehrkosten oftmals nicht gerecht werden.

Auf der Suche nach der goldenen Mitte helfen eine transparente Preisgestaltung sowie der Check notwendiger Zulassungen und Qualifikationen. Portale wie beispielsweise my-hammer.de bieten außerdem die Möglichkeit, Beispiele der bisherigen Arbeit des jeweiligen Handwerkbetriebes anzusehen.

Durch die zahlreichen Vorabinformationen wird es von vornherein unwahrscheinlich, Betrügern aufzusitzen. Wann überhaupt die Beauftragung eines Handwerkers notwendig ist, hängt vor allem von der eigenen Erfahrung und einer möglichst genauen Abschätzung der eigenen Fähigkeiten ab.

Gefahren, die bei DIY lauern

Gerade unerfahrene Heimwerker, die sich die scheinbar hohen Kosten für einen Profi sparen möchten, greifen gerne selbst zum Werkzeug. Das ist jedoch bei komplexen Arbeiten nicht empfehlenswert: Stromleitungen, welche nicht durch Metallschienen gesichert sind, könnten angebohrt werden. Dasselbe gilt für ältere, möglicherweise marode Wasserleitungen, die einem starken Bohraufsatz nicht standhalten.

In diesen Situationen entstehen große Schäden, welche dann auch erhebliche finanzielle Folgen haben können. Da es sich um Eigenverschulden handelt, werden diese von einer Versicherung üblicherweise nicht übernommen. Im Interesse der Sicherheit und gerade beim Umgang mit Elektrizität ist es daher empfehlenswert, einen Profi zu engagieren - und zwar am besten legal.

Keine Lösung durch Schwarzarbeit

Die Verlockung, einen befreundeten Handwerker für kleinere Arbeiten zu beauftragen und ihn unter der Hand zu bezahlen, ist aufgrund potenzieller Steuerersparnisse groß. Die Risiken sind jedoch nicht von der Hand zu weisen, mahnt Frese: Neben dem einfachen Sachverhalt der möglichen Steuerhinterziehung bestehen erhebliche Probleme beim Anspruch auf Gewährleistungen und Schadenersatz: Fehlerhafte Arbeiten oder nicht fristgemäß geleistete Ausführungen muss der Auftraggeber in diesem Fall akzeptieren, da keine rechtliche Handhabe gegen den Handwerker vorliegt. Ist der Fachmann ordnungsgemäß engagiert, haftet er in einem möglichen Schadensfall beispielsweise selbst (beziehungsweise dessen Versicherung), wenn der Schaden durch ihn verursacht wurde.

Kostenberechnung von Handwerksleistungen

Erheblichen Schwankungen unterliegt laut Claudia Frese die Preisgestaltung von Handwerksarbeiten: Diese setzen sich zunächst aus dem Stundensatz für den Experten selbst sowie kleineren Posten wie beispielweise der Anfahrt zusammen. Dazu kommen in der Regel variable Kosten für Materialien oder Fertigung.

Auch die Branche spielt eine ebenso zentrale Rolle wie die Region: Letztendlich betragen die Kosten für eine Handwerkerstunde zwischen 40 und 60 Euro pro Stunde. In einigen Fällen können diese Preise aber erheblich über oder unter diesem Richtwert liegen.

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