So verhindern Sie einen Kaminbrand

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Kaminbrand

Berlin. Jeder Kaminbesitzer hat schon einmal davon gehört, aber die Gefahr wird häufig verdrängt. Bei unsachgemäßer Nutzung kann es zu einem Kaminbrand kommen. Die Feuerwehr kennt dieses Problem natürlich ganz genau.

Sie hat regelmäßig mit dem Löschen von brennenden Kaminen zu tun. Im schlimmsten Fall können die Flammen das ganze Haus in Brand setzen. Doch woran erkennt man einen Kaminbrand und wie lässt er sich verhindern?

So erkennen Sie den brennenden Kamin

Die Feuerwehr Herxheim nennt auf ihrer Internetseite drei Anzeichen, die auf einen solchen gefährlichen Brand hindeuten. Ein wichtiges Warnsignal ist der Funkenflug aus dem Kamin. Wenn der Brand bereits fortgeschritten ist, schlagen sogar Flammen aus dem Kamin und es kommt zu starker Rauchentwicklung. Doch diese Anzeichen können im Anfangsstadium auch völlig fehlen, je nach Bauweise des Kamins. Verbraucher sollten auch die Temperatur der an den Kamin angrenzenden Wände kontrollieren. Wenn die Wand über oder neben dem Kamin ungewöhnlich heiß wird, sollte schnell gehandelt werden.

Schmierruß verhindern

Die Hauptursache für die Entstehung eines Kaminbrandes ist laut Aussage des Kreisfeuerwehrverbandes Hof Schmierruß. Unter Schmierruß versteht man Ablagerungen an der Schornsteininnenseite, die sich leicht entzünden können. Sie bestehen aus Teer und schwarzem Pech und entstehen, wenn Brennstoffe unvollständig verbrannt werden. Wird feuchtes Holz verbrannt, begünstigt das die Entstehung von Schmierruß. Denn die Restfeuchtigkeit verbraucht Energie, der Verbrennungsprozess fällt unvollständig aus. Auch ungeeignete Brennstoffe wie zum Beispiel lackiertes Holz oder Müll können die Entstehung von Schmierung begünstigen.

Kaminbesitzern wird geraten, ihren Schornstein regelmäßig auf Schmierruß prüfen zu lassen. Der Schornsteinfeger kontrolliert die Schornsteininnenseite auf Ablagerungen, für die Entfernung der Ablagerungen muss der Kamin professionell ausgebrannt werden. Bei der Entfernung von Schmierruß besteht das Risiko eines Rußbrandes. Aus diesem Grund wird der Schornsteinfeger den Termin für das Ausbrennen nicht nur dem Hauseigentümer, sondern auch der Feuerwehr und der zuständigen Ordnungsbehörde mitteilen.

Kaminbrand verhindern durch ausreichend Verbrennungsluft

Fachberater des Hagebaumarktes empfehlen, vor jeder Ofennutzung den Verbrennungsluftzug zu kontrollieren, da dieser von der Wetterlage abhängen kann. Zu wenig Zug im Kamin ist eine mögliche Ursache für die Entstehung eines Kaminbrandes. Brennstoffe werden nicht vollständig verbrannt, die Folge ist Schmierruß.

Um den Zug im Kamin zu prüfen, wird ein brennendes Streichholz bei geöffneter Kaminofenklappe in den Ofen gehalten. Die Flamme sollte nach oben gezogen werden, dann ist der Zug ausreichend. Brennt das Streichholz nur mit kleiner Flamme oder wird die Flamme sogar nach unten gezogen, besteht entweder zu wenig oder umgekehrter Luftzug.

Das richtige Verhalten bei einem Kaminbrand

Ist der Zug geprüft und werden nur trockene Hölzer und geeignete Brennstoffe im Kamin verbrannt, ist die Gefahr eines Kaminbrandes gering. Wenn er trotz alledem entsteht, muss schnell gehandelt werden. Deswegen sollte sich jeder Kaminbesitzer damit vertraut machen, was im Ernstfall zu tun ist, und den Kamin nicht in Abwesenheit brennen lassen.

Kommt es zu einem Kaminbrand, sind sofort alle Dachluken und Fenster zu schließen und es wird die Feuerwehr gerufen. Alle Personen müssen das Haus sofort verlassen und es sollten auch die Nachbarn gewarnt werden, damit sich diese ebenfalls in Sicherheit bringen können.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein Kaminbrand unter keinen Umständen selber mit Wasser gelöscht werden kann, denn im Inneren des Schornsteines können Temperaturen von bis zu 1.500 Grad entstehen. Das Wasser würde sofort verdampfen und sein Volumen schlagartig vervielfachen. Der daraus entstehende Druck schlägt als Druckwelle aus dem Ofen und kann nahestehende Personen verbrennen.

Die Feuerwehr Bad Salzungen rät nur im äußersten Notfall dazu, das Feuer mit einem Pulverfeuerlöscher zu löschen. Diese Notlösung ist nur dann empfehlenswert, wenn sich die Ankunft der Feuerwehr zeitlich verzögert und die Gefahr besteht, dass die Flammen auf das gesamte Gebäude übergreifen.

Da die Hauptursache für den Brand die Entstehung von Schmierruß im Kamin ist, muss der Ofen so betrieben werden, dass Schmierruß nicht entstehen kann. Wer einen Kaminbrand verhindern möchte, sollte vor jeder Nutzung des Ofens den Zug im Kamin mit einem Streichholz prüfen und ausschließlich geeignete Brennstoffe verwenden. Ein Pulverfeuerlöscher sollte im Haus griffbereit sein, zudem sollte der Schornsteinfeger mindestens einmal im Jahr mit der Kontrolle des Kamins beauftragt werden.

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