Sinnvoll Energie sparen: Wie Wärmedämmung richtig geht

Von: vo
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Dämmung
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Berlin. Energie ist ein flüchtiges Gut, das gerade im Winter benötigt wird. Zur Optimierung des Kälteschutzes in Bestandsgebäuden, entscheiden sich viele Immobilienbesitzer für die nachträgliche Wärmedämmung.

Problematisch wird es immer dann, wenn ungeeignete Dämmstoffe zum Einsatz kommen oder bei der Konstruktion von dämmenden Gebäudehüllen Fehler gemacht werden. Neben Energieverlusten haben Eigentümer dann oft zusätzlich mit Schimmel oder einem schlechteren Raumklima zu kämpfen. Eine Energieberatung ist ratsam, um Schäden und Zusatzkosten vorzubeugen.

Um Energie effizient zu nutzen und die Wärmeverluste im Winter auf ein Minimum zu reduzieren, ist eine Dämmung von Dach und Wänden an Gebäuden vielerorts unumgänglich. Generell ist mit Dämmmaßnahmen aber immer ein gewisses Risiko verbunden.

Minderwertige Dämmmaterialien oder der Einsatz ungeeigneter Stoffe können schwerwiegende Folgen haben. Um Beeinträchtigungen der Lebensqualität und Folgekosten zu vermeiden, können Eigentümer jedoch einiges tun. Die hier aufgeführten Tipps können die Planung von Dämmarbeiten erleichtern:

Schwachstellen analysieren

Eine pauschale Lösung zum Dämmen von Häusern gibt es nicht. Jedes Bestandsgebäude hat individuelle Eigenschaften. Genauso individuell muss deshalb bei der Planung von Dämmmaßnahmen vorgegangen werden. Um die Wirtschaftlichkeit der nachträglichen Dämmung zu maximieren, ist es empfehlenswert Sanierungsmaßnahmen immer dann durchzuführen, wenn eine Immobilie sowieso saniert werden muss.

Muss beispielsweise die Fassade frisch gestrichen werden, ist es sinnvoll zu prüfen, ob diese im Zuge der Malerarbeiten mit einer zusätzlichen Dämmschicht versehen werden sollte. Steht stattdessen der Austausch veralteter Fenster an, gilt es Wärmebrücken ausfindig zu machen und moderne Fenstermodelle zu wählen, die zum Gebäude passen.

Für Altbauten empfehlen Fensterbauer wie Sorpetaler zum Beispiel innovativ konstruierte Holzfenster aufgrund der guten bauphysikalischen Eigenschaften des Naturwerkstoffs. Holz bietet hervorragenden Schutz vor Energieverlusten und ist gleichzeitig in der Lage überschüssige Feuchtigkeit aus dem Wohnraum aufzunehmen und zu regulieren. Die Gebäudehülle bleibt somit atmungsaktiv, was gerade bei älteren Gebäuden elementar ist.

Ökologie: Umweltfreundliche Lösungen

Nicht alles, was an Dämmstoffen am Markt präsentiert wird, ist ökologisch sinnvoll. Flammschutzmittel wie Hexabromcyclododecan, kurz HBCD, beispielsweise sind höchst bedenklich. "Wenn HBCD in die Atemluft gelangt, kann es aber auch die Entwicklung von Embryonen und Säuglingen beeinträchtigen", warnt der Mitteldeutsche Rundfunk online in einem Beitrag zum Thema "Entsorgungsproblem".

Vom Einsatz dieses Materials ist abzuraten. Es wurde lange für Polystyrolplatten verwendet. Hergestellt werden darf HBCD weltweit nicht mehr. Der Einsatz als Dämmstoff ist noch bis 21. August 2017 erlaubt. Ökologisch sinnvoller sind Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Neben Schafwolle und Flachs erfreut sich Zellulose< zunehmender Beliebtheit. Noch besser geeignet ist Hanf. Dämmung aus Hanf ist nicht nur diffusionsoffen, sondern bietet gleichzeitig optimalen Schallschutz. Welche positiven Eigenschaften die Pflanzenfaser außerdem hat, verdeutlicht das folgende Video eines Anbieters für Dämmmaterialien aus Hanf: Doch auch hier ist der individuelle Bedarf entscheidend. Nicht jedes Material passt zu jeder Immobilie. Energieberater können bei der Auswahl helfen.

Konsequente Schimmelvermeidung

In der Vergangenheit kam es regelmäßig zu Negativschlagzeilen in Verbindung mit schimmelfördernden Dämmmaßnahmen. Experten raten Eigentümern insbesondere bei Schimmel den Wärmeschutz ihres Gebäudes überprüfen zu lassen. Begünstigt wird Schimmel überall dort, wo warme und gleichzeitig feuchte Luft auf Bauteile trifft, die eine wesentlich geringere Temperatur aufweisen.

Häufig ist Schimmel eine Folge von schlecht gedämmten Gebäudehüllen, weil Außenwände zu kalt werden. Auch eindringende Feuchtigkeit ist ein Problem und beeinflusst die Wohnqualität negativ. Stimmt die Dämmung an Gebäuden ist das Risiko, dass Fassaden Schimmelbildung fördern, deutlich geringer.

Regionale Energieberatung in Anspruch nehmen

In vielen Regionen bieten die Verbraucherzentralen derzeit kostenlose Energieberatungen für Eigentümer an. Währenddessen erfahren Besitzer von Immobilien Wissenswertes zum Thema Wärmedämmung und können sich unabhängig über Dämmmaterialien, Konstruktionen und alternative Lösungen informieren.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen informiert online über die Energieberatung StädteRegion Aachen, welche telefonisch und mittels E-Mail kontaktiert werden kann. Die Telefonzeiten im Überblick:

Dienstag und Mittwoch: 10-13 Uhr

Donnerstag: 14-16 Uhr

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