Immobilienerwerb im Ausland: Geldanlage und Erholung

Von: vo
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Felsküste auf Mallorca. Foto: pixabay.com©mruizdeassin (CC0 1.0)
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Bauruine auf Ibiza. Foto: commons.wikimedia.org ©JanManu (CC BY-SA 3.0)

München. Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007/2008 sind viele Anleger bei ihrer Geldanlage verunsichert. Aktien und Unternehmensanleihen stehen trotz möglicher hoher Gewinne gerade bei risikoscheuen Privatanlegern nicht mehr so hoch im Kurs wie vor der Krise.

Immobilien versprechen eine solide Anlage, doch auch hier gilt der folgende Grundsatz: 100%-sichere Investitionen gibt es nicht.

Grundlegendes zu Immobilien

Der Immobilienmarkt lässt sich in einen Markt für Wohnimmobilien und in den Markt für Gewerbe-immobilien aufteilen. Daneben können Immobilien auch als Investitions- und Anlageform dienen. Im europäischen Vergleich wohnen in Deutschland relativ viele Menschen zur Miete. Steigende Mietkosten, gerade in den Ballungsgebieten, könnten in Zukunft mehr Menschen zum Kauf eines/einer Eigenheims/Eigentumswohnung bewegen – hierzulande oder auch im Ausland. Der Erwerb von Wohneigentum könnte zukünftig einen noch wichtigeren Bestandteil bei der privaten Altersvorsorge in Deutschland einnehmen.

Immobilien als Anlage bei den Deutschen weiterhin beliebt

Laut einer Studie, die von der Prognos AG und dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) im Auftrag der Sparda-Banken erstellt wurde, erklärten 69% der insgesamt 1.851 befragten Personen, dass sich Wohneigentum in Deutschland lohne. Bislang wohnt etwa die Hälfte der Deutschen im Eigenheim. Des Weiteren belegt die Studie, dass sich mehr Menschen als vermutet Wohneigentum leisten können. Dies resultiert aus einer Analyse der Einkommen und Immobilienpreise, aufgeteilt in Regionen.

Bei den Gründen für den Immobilienerwerb rangiert an erster Stelle (74%) der Wunsch, in den eigenen vier Wänden leben zu können. An zweiter Stelle folgen gleich drei Kaufmotive - Gestaltungsfreiheit, Sicherheit vor Kündigung des Wohnraumes sowie ein Beitrag zur Altersvorsorge. Etwa jeder zweite Befragte sieht bei den derzeitig niedrigen Zinsen einen günstigen Zeitpunkt für den Immobilienkauf.

Gründe, die gegen einen Kauf sprechen, sind finanzielle Einschränkungen, z.B. ein möglicher Verzicht auf Urlaubsfahrten, der je nach Wohnort und Lage hohe Kaufpreis sowie Erwerbsnebenkosten. Hierunter fallen unter anderem Abgaben wie die Grunderwerbsteuer und Grundsteuer sowie Maklergebühren und Kosten für den Notar.

Immobilienerwerb im Ausland - Fehlendes Wissen über genaue Preise

Der Großteil der Deutschen entscheidet sich beim Kauf einer Immobilie für Deutschland als Standort. Dies hängt vor allem mit fehlendem Wissen über die Immobilienmärkte in anderen Ländern zusammen. Da das Risiko in der Heimat besser eingeschätzt werden kann, schrecken viele Bundesbürger vor einem Kauf im Ausland zurück.

Für den Immobilienmarkt auf den Balearen können sich Kaufinteressenten beispielsweise auf www.dostco-immobilien.de über die aktuelle Marktsituation informieren. Die Balearen, speziell Mallorca und Ibiza, gehören nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Das mediterrane Klima, schöne Strände, die spanische Küche und die relativ kurze Anreise sind die hauptsächlichen Faktoren hierfür.

Spanischer Immobilienmarkt: Zuerst Crash, danach Schnäppchenjagd?

Nach der Einführung des Euros im Jahr 2002 hat die iberische Halbinsel einen Immobilienboom erfahren, die Preise schnellten in die Höhe. Die Finanzkrise und das darauffolgende Platzen der Immobilienblase, zuerst in den USA dann übergreifend auf zahlreiche andere Länder, hat unter anderem auch in Spanien zu einem Crash auf dem Immobilienmarkt geführt. Die Folge: Viele Spanier konnten ihre Immobilienkredite nicht mehr bezahlen, die Häuser und Wohnungen wurden zwangsgeräumt, die Preise fielen.  

Ist es aktuell noch attraktiv, eine Immobilie in Spanien zu erwerben? Dies lässt sich nicht eindeutig beantworten. Der Immobilienmarkt auf den Balearen wurde von dem Crash hingegen nicht so stark betroffen wie das beim spanischen Festland der Fall war. Die Gründe liegen erstens in der Verknappung des Angebots, da während der Boomphase neue Baugenehmigungen auf den Urlaubsinseln nicht so großzügig wie auf dem Festland verteilt wurden. Zweitens ist der Markt auf Mallorca und Ibiza vergleichsweise klein und die Nachfrage konstant hoch.

Die spanische Wirtschaft ist 2014 stärker als erwartet gewachsen und die Prognosen für das Jahr 2015 sind gut, wie unter spiegel.de nachzulesen ist. Das südeuropäische Krisenland hat jedoch immer noch große Probleme. Die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung sind weiterhin hoch. Falls die Regierung in Madrid neben der weiteren Ausgabenkürzung zusätzlich Steuern erhöhen muss, könnten auch höhere Abgaben auf Immobilienbesitzer zukommen.

Auf altersgerechtes Wohnen achten

Wer sich für den Immobilienkauf auf einer der Ferieninseln entscheidet, sollte auch die demografische Entwicklung der wirtschaftlich starken EU-Staaten im Fokus haben und das Eigenheim altersgerecht bauen bzw. renovieren. Auf die bereits oben erwähnte Studie Bezug nehmend, wünscht sich fast jeder Zweite (48%) seinen Ruhestand, solange es geht, in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Falls Pflegebedürftigkeit eintritt, soll die Pflegekraft nach Möglichkeit mit in der Wohnung leben. Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung in der Nähe und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gehören ebenfalls zum altersgerechten Wohnen.

Dies gilt auch für Rentner aus Deutschland, die ihren Lebensabend im warmen Klima verbringen wollen. Vor einer solchen Entscheidung sollte die Infrastruktur vor Ort und die gegebenenfalls zusätzlich anfallenden Kosten bei der medizinischen Versorgung sorgfältig geprüft werden.

Fazit

Der Immobilienerwerb wird für die Bundesbürger als Geldanlage sowie Altersvorsorge weiterhin attraktiv bleiben, genauso wie die Balearen als Reiseziel. Ein Grundsatz, den es bei jeder Geldanlage zu beachten gilt, lautet auch hier: Es gibt keine 100%-sicheren Geldanlagen. Das Risiko eines Wertverlustes lässt sich durch unterschiedliche Anlageformen minimieren. Immobilien im Portfolio sind grundsätzlich eine solide Anlage. Bei Auslandsinvestitionen sind fachkundige Beratungen vor Ort zu den jeweiligen Immobilienmärkten und zu lokalen Besonderheiten unerlässlich.

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