Berlin - Erneuerbare Energien: Der Kampf um unseren Planeten hat längst begonnen

Erneuerbare Energien: Der Kampf um unseren Planeten hat längst begonnen

Von: vo
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Windrad
Deutschland produziert trotz schlechter Bedingungen sehr viel Windenergie. Foto: pixelio.de - Thomas Schaack

Berlin. Die Frage nach erneuerbaren Energieträgern ist nicht mehr das zentrale Thema, meinen Kritiker. Vielmehr ist die Frage nach dem Zeitpunkt, an dem die Menschheit realisiert, dass fossile Brennstoffe wie Erdöl oder Kohle tatsächlich ausgehen, brisant. Der Klimawandel tut ein Übriges, diese Diskussion anzuheizen.

An diesem ist jeder Einzelne mit schuld. Experten sehen die Grenze erreicht, wonach die Förderrate von Erdöl ihr Limit ausgereizt hat. Täglich wird in den Medien über das Abschmelzen der Gletscher berichtet, über die Extreme des Wetters. Der Wettstreit hat längst begonnen. Es geht nicht mehr ums Energiesparen, sondern letztendlich auch darum, diese möglichst klima- und umweltfreundlich zu produzieren. Die Entwicklung von erneuerbarer Energie hat Vorrang.

Die Nachfrage nach erneuerbarer Energie steigt

Anders als Kohle oder Erdöl stehen uns Windenergie, Biomasse, Wasser- und Sonnenkraft sowie Erdwärme beinahe unbegrenzt zur Verfügung. Außerdem sind sie klimafreundlich. Der Betrieb von Elektroautos ist dann effizient und umweltfreundlich, wenn sie mit Ökostrom betrieben werden. Erneuerbare Energie, sogenannte regenerative Energien, werden immer stärker nachgefragt. Das zeigen auch die Erfahrungen der Green City Energy hinsichtlich ökologischer Geldanlagen.

Die Sonne als unendliche Energiequelle könnte auch Wasser erwärmen. Die durch Solarkollektoren gewonnen Wärme wird genutzt für Wasch- und Spülmaschine, zum Duschen und Heizen. Zwei Möglichkeiten ermöglichen die Produktion von Strom: Bei Photovoltaik wandeln Solarzellen das Sonnenlicht direkt in Strom um. Solarthermische Kraftwerke, wie sie bereits im spanischen Andalusien oder in Kalifornien betrieben werden, wandeln Sonnenlicht in Wärme um und treiben so die Dampfturbinen an. Der Wind hat seine Tücken. Auch in der heutigen Zeit ist die Technik zwar raffinierter, jedoch ist Wind keine planbare Kraft. Ist es windstill, gibt es auch keine Stromgewinnung.

Windenergie wird hierzulande optimal genutzt

Durch die heute relativ exakten Vorhersagen bezüglich Wind ist es für Stromnetzbetreiber oder Stromhändler einfacher die zu erwartenden Windflauten mit Wasser- und Windstrom aus alternativen Regionen auszugleichen. Deutschland war 2015 trotz des tückischen Windes Windenergieeuropameister und produzierte mit über 26.000 Windrädern mehr als 13 Prozent des Strombedarfs in Deutschland. Die Leistung durch Windkraft lag bei knapp 45.000 Megawatt. Dieses Potential ist noch längst nicht ausgeschöpft. Ältere Windenergie-Anlagen werden durch Maschinen mit mehr Leistung ausgetauscht. Das Repowering erleichtert die bessere Ausnutzung der bereits existierenden Standorte. Zusätzlich werden Offshore-Windparks an der Nord- und Ostseeküste ausgebaut.

Erdwärme: Eine nicht zu unterschätzende Energiequelle

Der flüssige Erdkern erreicht Temperaturen von bis zu 5.000 Grad Celsius, der die ungefähr 70 Kilometer dicke Erdkruste erwärmt. Erdwärmekollektoren ermöglichen in einer Tiefe von zwei Metern nutzbare Energie zu gewinnen. Bis zu 200 Grad Celsius heißes Wasser wird aus einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern geholt und zum Wärmekraftwerk gepumpt. Bei ausreichender Hitze des Wassers kann damit Strom erzeugt werden. Diese Gewinnung ist allerdings von geologischen Voraussetzungen abhängig.

Biomasse + Photosynthese = Energieträger

Aus nachwachsenden Rohstoffen Energie zu gewinnen klingt wie ein Märchen, das durch die Sonne und deren Energie die Photosynthese in einem biochemischen Prozess ermöglicht. Beim Verbrennen von Gras, Weizen, Raps oder Mais wird gespeicherte Energie freigesetzt. Biomasse hat den großen Vorteil, dass sie gespeichert werden kann. Einziges Manko ist der Umstand, dass die Pflanzflächen für Energiepflanzen begrenzt sind.

Allein in Deutschland könnten ungefähr zehn Prozent des primären Energieverbrauchs durch die Ernte von Energiepflanzen bis 2030 abgedeckt werden. Negative Schlagzeilen wegen der Abholzung des Regenwalds für Palm- oder Sojaöl schadete dem guten Ruf der biogenen Kraftstoffe. Der Teller-Tank-Konflikt schwelt: Ist es sinnvoll, auf einer Fläche Kraftstoffe oder Nahrungsmittel anzubauen? Die Frage steht im Raum, ob es klüger ist, Hunger zu stillen oder für Fortbewegung zu sorgen. Die nächsten Jahre werden zeigen, wie die Gewinnung erneuerbarer Energie vorangetrieben wird.

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