Echtholz oder Pressplatte: Diskussion um das Laminat

Von: vo
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München. Wer seine Wohnung renoviert, steht meist auch vor der Frage eines neuen Fußbodenbelags. Teppich, Parkett, PVC, Linoleum, Laminat und Fliesen sind dabei die am häufigsten genutzten Varianten. Vor allem das Laminat feiert seit einigen Jahren seinen Siegeszug in deutsche Wohnungen - unter anderem vor allem durch die einfache Verlegung.

Ganz ohne Leim, sondern nur mit einem Klick-Mechanismus ist diese möglich. Das Laminat schwimmt deshalb auf dem Boden. Da es nicht nahtlos an die Wand verlegt wird, sind Fußleisten wichtig, damit der Raum optisch ansprechender wird. Laminat hat aber nicht nur Vorteile - die Gegner dieses Materials sind zahlreich zu finden. Auch die Nachteile sollten daher bedacht werden, bevor sich für dieses Material entschieden wird.

Die Kosten belegen die Qualität

Es gibt Laminat schon ab wenigen Euro auf den Quadratmeter. Dabei beläuft es sich aber wie auch bei jedem anderen Produkt: Qualität muss bezahlt werden. Wer daher die billige Pressplatte kauft, kann sich eventuell nach einigen Tagen oder Wochen schon über die ersten Dellen und Kratzer im Fußboden ärgern. Dies ist ein Nachteil - allerdings einer, der gut umgangen werden kann: In dem etwas mehr Kapital in den Fußboden investiert wird.

Da zahlreiche Schuhe jeden Tag darüber laufen, ist dies generell immer eine gute Möglichkeit, damit die Schönheit des neuen Belags lange erhalten bleibt. Edles Laminat von MEISTER ist eine passende Variante, um wirklich hochwertigen Fußboden in seine Wohnung zu legen. Die Qualität macht sich allerdings nicht nur bei der Robustheit bemerkbar, sondern auch im Design.

Die Optik entscheidet

Laminat wird gemeinhin als Pressplatte bezeichnet. Dies bedeutet, dass es zwar die Optik von Holz hat, aber nicht die Haptik und auch nicht die speziellen Eigenschaften - es sind einzelne, zusammengepresste und mit einem schönen Bild oben drauf versehene dünne Platten aus Holz oder Kunststoff. Dies bedeutet aber nicht, dass Laminat generell schlecht verarbeitet ist oder nicht genutzt werden sollte. Im Gegensatz zu Echtholzfußböden ist dieses Material preisgünstig und sieht außerdem oft täuschend echt aus - wenn auf die richtige Qualität geachtet wird. Das Dekor kann aus Buche, Eiche sogar Kirschholz bestehen.

Teilweise ist auch eine Optik als Dielenfußboden möglich. Diese wirkt besonders edel in großen Räumen. Mittlerweile ist Laminat aber nicht mehr nur auf Holzoptik festgelegt.

Auch Fliesen können damit simuliert werden, wenn diese nicht direkt verlegt werden sollen. Zumal das Verlegen von Laminatfliesen durch die Klicktechnik einfacher ist. Bei der Wahl der Optik haben die Interessierten daher eine große Auswahl - größer als bei manch anderen Fußbodenvarianten.

Lärmschutz ist notwendig

Vor allem in einer Mietwohnung reagieren Nachbarn unter einem oft ungehalten über die Idee, Laminat zu verlegen. Die Sorge ist groß, dass danach jeder Schritt des Bewohners in der Wohnung gehört wird. Dem ist aber einfach Abhilfe zu schaffen: Wird eine Trittschalldämmung unter das Laminat gelegt, ist die Lärmbelastung nicht höher als bei anderen Fußböden.

Bei vielen Herstellern ist diese mittlerweile außerdem direkt in die Platte eingearbeitet, sodass keine extra Schicht darunter zu legen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, lohnt sich der Rat bei einem Fachmann: Liegt noch ein Teppich in dem Zimmer, kann es sein, dass dieser als Dämmung ausreicht. Dafür muss er aber laut teppichboden.us bestimmte Eigenschaften erfüllen, wie beispielsweise:

- Kein vorhandener Schimmel
- Keine groben Verschmutzungen oder Feuchtigkeit, die Schimmel in Zukunft begünstigen könnten
- Keine langen Teppichfasern
- Eine ebenerdige Verlegung

Die Punkte erklären sich von selbst: Schimmel sowie Schmutz und Feuchtigkeit unter dem Laminat können nach Verlegung nicht mehr entfernt werden. Das Raumklima würde durch den sich ausbreitenden Schimmel daher stark benachteiligt werden.

Lange Teppichfasern wiederum schaden dem Laminat, da sie zu stark nachgeben und es teilweise auch zu sehr nach oben drücken. Kurze Fasern sind am besten als Trittschalldämmung geeignet. Da die Pressplatte außerdem ebenerdig zu verlegen ist, muss der Teppich dies ebenfalls sein. Generell eignet sich ein Teppich aber als Trittschalldämmung unter dem Material, wenn diese nicht extra verlegt werden soll.

Statische Aufladungen

Elektrostatische Aufladungen sind für den Betroffenen nie angenehm. Kaum fasst er etwas Metallisches an, bekommt er einen kleinen Stromschlag. Besonders unangenehm ist dies, wenn es ständig in den eigenen vier Wänden passiert. Es gibt zwar die Möglichkeit, sich selbst zu erden - ein Griff an die Wand beispielsweise hilft dabei - aber nur die wenigsten denken daran, bevor sie zu den metallenen Gegenständen greifen.

Bei Laminat können diese Aufladungen vorkommen; hier ist einerseits auf Angabe der Hersteller zu achten und andererseits wieder auf die Qualität. Ein günstiges Material ist häufiger davon betroffen als ein höherwertiges mit einer qualitativ besseren Verarbeitung. Übrigens kann auch ein Teppich elektrostatische Aufladungen bewirken - dieser Nachteil ist daher nicht allein beim Laminat zu suchen.

Fazit

Laminat feiert seinen Siegeszug in deutsche Wohnung zurecht - trotz der hier dargestellten Nachteile überwiegen die ebenfalls dargestellten Vorteile, die dieses Material zu bieten hat:

Vorteile

Nachteile

Einfach zu pflegen

Eventuell anfällig für Dellen und Kratzer

Leichte Verlegung

Trittschalldämmung notwendig

Optik orientiert sich an Echtholzböden

Eventuelle elektrostatische Aufladungen

Vielfältiges Dekor, das nicht nur auf Holz beschränkt ist

 

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