Das müssen Häuslebauer 2016 wissen

Von: Max Geißler
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Neubauten sollen in Zukunft noch energieeffizienter werden. Deshalb kommen auf Häuslebauer strengere Umweltauflagen zu. Foto: Nestor Bachmann/dpa

Aachen. Neubauten sollten energieeffizienter werden. Dafür soll die Energiesparverordnung 2016 sorgen. Auf die strengeren Umweltauflagen sollten sich Häuslebauer einstellen.

Wer in diesem Jahr plant, ein neues Haus zu bauen, kommt nicht an der neuen Energiesparverordnung 2016 herum. Seit 1. Januar gelten in Deutschland neue Mindestanforderungen in Sachen Dämmung und Energieverbrauch von Neubauten. Die verbesserte Energieeinsparverordnung (EnEV 2016) fordert einen um 25 Prozent geringeren Primär-Energieverbrauch als ein 2015 errichtetes Gebäude. Der Primärenergiebedarf bezieht sich auf Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung. Zudem steigen die Anforderungen an die Dämmung. Der Wärmeverlust eines Gebäudes an die Umgebung soll über eine dickere Dämmung um weitere 20 Prozent gesenkt werden. Hintergrund der strengeren Regeln sind die von der Bundesregierung gesteckten Klimaziele.

Die EnEV 2016 gilt für alle Neubauten, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige ab dem 1. Januar 2016 eingereicht wird. Falls keine Baugenehmigung oder -anzeige erforderlich ist, greift der Baubeginn ab 1. Januar 2016. Die Anforderungen an Wärmedämmung und Anlagentechnik sind für alle beheizten oder klimatisierten Räume verbindlich. Da die strengeren Umweltauflagen höhere Kosten verursachen, sollten Sie als Bauherr den Mehraufwand bei der Baufinanzierung berücksichtigen.

Die niedrigen Bauzinsen spielen dabei Bauherren in die Karten und erleichtern die Baufinanzierung. So sind zwanzigjährige Baudarlehen derzeit für weniger als zwei Prozent Zinsen erhältlich, etwa bei Allianz Baufinanzierung. Ein Darlehen über 300.000 Euro kostet dort bei 2,5 Prozent Anfangstilgung und 60-prozentiger Beleihung nur 1.000 Euro im Monat. Etwas günstiger ist es noch bei 1822 direkt, Debeka liegt leicht darüber.

Neben Baukrediten von Banken und Sparkassen unterstützt die staatliche KfW-Förderbank den Bau von Ökohäusern mit zahlreichen Programmen:

Energieeffizient Bauen: In diesem Programm erhalten Bauherren ab 2016 Darlehen von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit zu Traumzinsen ab 0,75 Prozent. Zudem ermöglicht die KfW künftig Zinsbindungen von bis zu 20 Jahren. Erreicht das Gebäude einen sehr hohen Energiestandard, spendiert die KfW zusätzlich bis zu 5.000 Euro Tilgungszuschuss. Je energieeffizienter eine Immobilie, desto höher ist der Zuschuss.

Erneuerbare Energien -; Photovoltaik: Möchten Sie zusätzlich die Sonne zur Stromerzeugung nutzen, können Sie bis zu 100 Prozent der Nettoinvestitionen über die KfW abwickeln. Für Photovoltaikanlagen werden Kredite ab 1,21 Prozent Zinsen bereitgestellt, die Sie wahlweise in einer Summe oder in Teilbeträgen abrufen können. Zudem gewährt die KfW tilgungsfreie Anlaufjahre und hohe Sondertilgungsmöglichkeit.

Erneuerbare Energien -; Speicher: Umstrukturiert wird derzeit das Programm zur Speicherung von Sonnenenergie. Die sogenannten Batteriespeicher werden ab 2016 in den Programmen Erneuerbare Energien (Nr. 270 und 274) sowie Energieeffizient Bauen (153) mitfinanziert. Die genaue Ausgestaltung des Programms ist derzeit noch nicht fest.

Die KfW-Förderung beantragen Sie über Ihre Hausbank.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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