Brandmelder ab 2017 Pflicht: Worauf müssen Sie achten?

Von: ba
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Rauchmelder sollten stets an der Decke installiert werden - denn dorthin zieht der Rauch und der Brandmelder geht im Brandfall schneller los. Foto: Kai Remmers / dpa

Berlin. Winterzeit ist Kerzenzeit. Damit geht auch eine erhöhte Brandgefahr einher. In Deutschland kommt es nach Schätzungen der Feuerwehr zu rund 230.000 Wohnungsbränden im Jahr, etwa 60 Prozent davon entstehen in der Nacht.

Für viele Betroffene kann das den sicheren Tod bedeuten, denn gerade in den Tiefschlafphasen ist der menschliche Geruchssinn stark eingeschränkt.

Aus diesem und anderen naheliegenden Gründen haben mittlerweile fast alle Bundesländer eine Rauchmeldepflicht in Privatwohnungen eingeführt, die in den einzelnen Landesbauordnungen geregelt wird. In Nordrhein-Westfalen müssen auch bestehende Wohnungen seit dem 1. Januar 2017 mit Rauchmeldern ausgestattet sein, für Neubauten gilt diese Pflicht schon seit 2013. Die Zuständigkeit für Installation und Wartung unterscheidet sich ebenfalls je nach Bundesland, in der Regel sind aber sowohl Eigentümer und Mieter verantwortlich dafür. Deshalb schadet es nicht, sich auch als Mieter nach den richtigen Angeboten für das eigene zu Hause zu informieren.

Denn auch hier gibt es verschiedene Modelle, die sich in ihrer Funktionsweise unterscheiden und somit für unterschiedliche Bedingungen geeignet sind. Wichtig für alle ist, dass sie das CE-Zeichen tragen sowie das Vds-Prüfsiegel. Anhand verschiedener physikalischer Eigenschaften erkennen die einzelnen Feuermelder, ob es zu einem Brand gekommen ist. Zu den gängigsten gehören optische beziehungsweise photoelektrische Modelle, die Lichtstrahlen in den Raum aussenden. Befinden sich Rauchpartikel in der Luft, erkennt das der Sensor und schlägt Alarm. Achtung: Bei einer hohen Staubbelastung oder Luftfeuchtigkeit kann es hier zu Fehlalarmen kommen.

In sehr staubigen Räumen eignen sich daher Brandgas- oder Rauchgasmelder besser. Sie schlagen Alarm sobald die Konzentration an Verbrennungsgasen einen bestimmten Wert überschreitet. Wer auf Nummer sicher gehen will, der greift auf einen Brandmelder mit Mehrfachsensormeldung zurück, der verschiedene Branderkennungssysteme miteinander kombiniert, um Falschmeldungen zu vermeiden. Praktisch sind auch Funk-Feuermelder, die einzelne Brandmelder in größeren Häusern miteinander verbinden.

Welche weiteren Brandschutzmaßnahmen sind wichtig für zu Hause?

Neben einem Feuermelder ist das wichtigste Utensil zur Bekämpfung eines Wohnungsbrandes wohl das Löschgerät. Auch hier haben sich bestimmte Modelle für den privaten Gebrauch bewährt. Der Alleskönner unter ihnen ist der ABC-Pulverlöscher, der wie der Name schon sagt, für die Brandklassen A, B und C geeignet ist. Ein Nachteil ist, dass der Bereich durch das Pulver oft stark verschmutzt wird und nur chemisch wieder komplett gereinigt werden kann.

Zielgerichteter ist dagegen der Schaumlöscher, denn der Schaum ist vergleichsweise einfach abzuwischen. Dieser ist allerdings nur für die Brandklassen A und B geeignet und in einer höheren Preisklasse angesiedelt.

Praktisch für die Küche ist außerdem ein Fettbrandlöscher, mit dem Sie ohne Bedenken in Flammen gegangenes Speiseöl löschen können.

Wenn Sie sich ein Löschgerät für zu Hause anschaffen wollen, achten Sie darauf, dass es mit ausreichend Löschmittel befüllt ist – sechs Liter sind angebracht für zu Hause – und von allen Räumen aus gut zu erreichen ist.

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