Aachen - Biallos Ratgeber: Das eigene Dach über dem Kopf schützen

Biallos Ratgeber: Das eigene Dach über dem Kopf schützen

Von: Annette Jäger und Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:
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Wenn Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser einen Schaden am Haus verursachen: Mit einer Wohngebäudeversicherung decken Hausbesitzer existenzbedrohende Risiken ab.

Aachen. Das wertvollste, was viele besitzen, ist das eigene Haus. Deshalb sollte es gut geschützt sein. Nur wenige Versicherungspolicen genügen, damit Hausbesitzer beruhigt schlafen können. Einige Policen im Überblick.

Wohngebäudeversicherung: „Existenzbedrohende Risiken sollten Hausbesitzer absichern“, sagt Sascha Straub, Versicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern. Deshalb ist die Wohngebäudeversicherung, die die festen Bestandteile eines Hauses sichert, die wichtigste Police für Hausbesitzer. Sie deckt die Reparaturkosten und notfalls einen kompletten Wiederaufbau, wenn Feuer, Sturm, Hagel und Leitungswasser Schäden verursacht haben. „Wer einen Selbstbehalt im Schadensfall von 500 Euro vereinbart, kann die Prämie erheblich senken“, sagt Straub. Das lohnt sich nur, wenn Versicherungsnehmer nicht jedes Jahr einen Schaden melden.

Elementarschadenschutz: Dieser ist unverzichtbar. Hausbesitzer können ihn zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung abschließen. Er versichert Naturkatastrophen wie Überschwemmungen in Folge von Starkregen. Der dann drohende Rückstau ist sehr gefährlich. Abwasser wird durch die Kanalisation nach oben, etwa in den Keller, gedrückt. Hausbesitzer unterschätzen die Gefahr von Elementarschäden noch immer. „Die Abdeckung durch Versicherungsschutz muss in diesem Bereich noch deutlich verbessert werden“, sagt Straub.

Private Haftpflichtversicherung: Hausbesitzer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, sind mit einer normalen privaten Haftpflichtpolice gut geschützt. Sie leistet zum Beispiel bei Schadensersatzforderungen, etwa weil ein Besucher auf dem Grundstück ausgerutscht ist und sich verletzt hat. Vermieter benötigen einen Zusatzschutz: eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

Spezielle Risiken: Hausbesitzer können oft Geld sparen, wenn sie auf einen neueren Tarif in der Haftpflichtversicherung umsatteln. In neuen Verträgen sind viele Risiken automatisch gedeckt, die sonst einer separaten Police bedürfen. Umbauarbeiten sind oft bis zu 50 000 Euro versichert oder ein Öltank mit bis zu 5000 Liter Fassungsvermögen. Ansonsten sind diese Risiken über eine separate Bauherren- und eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung zu versichern. Das gilt auch für eine Photovoltaikanlage.

Hausratversicherung: Sie sichert den gesamten Hausrat, vom Fahrrad über den PC bis hin zu Bettwäsche und Möbeln bei Schäden durch Feuer, Blitzschlag, Explosion, Sturm, Hagel, Leitungswasser, Raub oder Einbruchdiebstahl. „Einbruchdiebstähle sind ein zunehmendes Risiko überall in Deutschland“, sagt Straub. Ein Tarif sollte auch bei grob fahrlässigem Handeln leisten – etwa wenn man ein Fenster gekippt lässt, was einen Einbruchdiebstahl erleichtert. Im Schadensfall kann das zu erheblichen Abzügen bei den Versicherungsleistungen führen.

Kredit absichern: Der beste Versicherungsschutz ist nutzlos, wenn der Hausbesitzer den Kredit nicht mehr abbezahlen kann, weil er krank wird. Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung kann die Ratenzahlungen sicherstellen. Auch eine Risikolebensversicherung ist zu empfehlen. Sie ist auf denjenigen abzuschließen, der den Kredit tilgt.

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