Altersgerechtes Badezimmer: Was wirklich wichtig ist

Von: vo
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Berlin. Der Wunsch nach Selbstständig ist gerade in diesem Raum von enormer Bedeutung. Gleichzeitig ist das Bad voller möglichen Hürden: Ein zu niedriges WC, die Stufe der Duschwanne und der hohe Badewannenrand können für Senioren eine Herausforderung darstellen.

Barrierefrei versus altersgerecht

Wie ein Badezimmer im Sinne der Barrierefreiheit in öffentlichen Sanitärräumen eingerichtet sein sollte, schreibt die DIN-Norm 18040-2 vor. Unter anderem zählen die bodengleiche Dusche und das unterfahrbare Waschbecken zu den Kernpunkten, darüber hinaus werden Angaben zur benötigten Bewegungsfläche gemacht und über die Position von Halte- und Stützgriffen informiert.

Für öffentliche Bäder gelten diese Grundsätze als verpflichtend, um als barrierefrei zu gelten. In privaten Haushalten lohnt sich die genaue Umsetzung oftmals nicht. Besser sollten altersgerechte Möglichkeiten, die auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind, bedacht werden.

Bodengleich und tres chic

In jedes altersgerechte Badezimmer gehört eine bodengleiche Dusche. Die ebenerdige Duschwanne oder das stufenlos in den Fußboden integrierte Duschboard ermöglichen einen barrierefreien Zugang zur Dusche. So kann entweder ein müheloser Schritt unternommen werden, um das kühle Nass zu erreichen - oder es wird per Rollstuhl direkt in den Duschbereich hinein gefahren.

Bei der Gestaltung stehen dem Badbegeisterten zahlreiche Möglichkeiten offen: Die strahlend weiße Duschwanne, etwa von Calmwaters, zeigt sich als pflegeleichte und hygienische Variante, die einen herrlichen Kontrast zu dunklen Fliesenböden kreiert. Wer den Duschbereich passend zum Bodendesign fliesen möchte, greift auf ein unterzubauendes Duschelement zurück.

Das kann nach Herzenslust befliest werden: In Groß und Grau, in pfiffiger Holzoptik oder in Form klitzekleiner Mosaike wird der Duschbereich zu einem Hingucker. Wichtig ist, dass speziell rutschfeste Fliesen zum Einsatz kommen.

Egal für welche Variante man sich unterscheidet, in altersgerechten Badezimmern sollte die Dusche einen großen Platz einnehmen. Nach Richtlinien der Barrierefreiheit empfiehlt sich ein Duschbereich von 1,20 Meter in Breite und Länge, für die rollstuhlgerechte Einrichtung sind je 1,50 Meter als Längenmaß angegeben.

Erhöhtes WC

In altersgerechten Badezimmern sind zudem höhere Toiletten ratsam. Wenn die Sitzhöhe vom Fußboden aus etwa 46 bis 48 Zentimeter beträgt, fällt es vielen Senioren leichter, Platz zu nehmen. Zudem zeigt sich häufig erst bei dieser Höhe die korrekte Körperhaltung in Sitzposition, Stichwort: 90 Grad-Winkel.

Natürlich gelingt auch das Aufstehen aus dieser Haltung einfacher. Wenn das WC zusätzlich über eine Öffnung im vorderen Bereich verfügt, zeigt sich die Toilette hinsichtlich der persönlichen Reinigung freundlicher. Die Öffnung ermöglicht es nämlich, den Intimbereich leichter zu erreichen und stellt zudem einen Pluspunkt für Rollstuhlfahrer hinsichtlich des Umsetzens dar.

Weitere altersgerechte Hilfestellungen

Neben diesen beiden Kernelementen des altersgerechten Bades, zeigen sich auch weitere Ideen als ratsam. Etwa die Installation von Einhandmischern am Waschbecken, in der Dusche und der Badewanne. Gegenüber Zweihandmischern ist diese Variante nämlich einfacher zu bedienen, die Wassertemperatur und -menge können Senioren mit nur einer Hand einstellen, während die andere zum Beispiel für den sicheren Stand sorgt.

Im Zuge dessen eignen sich Stütz- und Haltegriffe neben beziehungsweise in den sanitären Vorrichtungen gut. Je nach persönlichem Bedarf sollte man ein oder zwei Griffe neben Toilette und Waschbecken sowie im Dusch- und Badewannenbereich installieren. Wer das Badezimmer rollstuhlgerecht plant, sollte einen unterfahrbaren Waschtisch wählen. So vermeiden Rollstuhlnutzer, sich das Knie am Ablauf oder Siphon zu stoßen.

Und möchten Senioren nicht auf den Komfort einer Badewanne verzichten, können sie zu einem Badewannenlift oder einer Badewannentür greifen, um den hohen Rand zu überwinden. Beide Varianten lassen sich nachträglich integrieren, sodass erst im Falle der unüberwindbaren Hürde die Möglichkeit ergriffen werden kann.

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