Auf ewig faszinierend: Wertanlage Gold

Von: vo
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Gold
Gold besticht - die meisten - seit Jahrtausenden mit seinem (Gelb-)Glanz, der ihm einst auch den Namen gegeben hat. Foto: PublicDomainPictures Pixabay.com (CC0 1.0)

Berlin. Der Mensch ist seit jeher vom Glanz des Edelmetalls Gold fasziniert und nutzt es als wertvolle Kapitalanlage. Herrscher und Staaten rangen um die begehrten Minen; sie beauftragten sogar - ohne Erfolg - sogenannte Alchimisten damit, Gold künstlich herzustellen.

Der Goldrausch, der Ende des 19. Jahrhunderts etliche Abenteurer, darunter Deutsche, meist ebenfalls umsonst nach Nordamerika lockte, ist allseits bekannt. Und noch heute sind viele Anleger daran interessiert, in Gold zu investieren. Doch zahlt sich dies tatsächlich für 2016 und die Zukunft aus?

Schwankungen unterworfen - der Goldpreis

Viele deutsche Anleger schwören eher auf Gold als auf den Euro, dessen Stabilität als gefährdet erachtet wird. Sie sehen in dem Metall eine Schutzmaßnahme gegen Krisen und erwerben Gold in Barren, gemünzt oder auch als Schmuck.

Erstere beide Formen sind bei verschiedenen Händlern wie etwa dem "Edelmetallhändler des Jahres 2015", womit das Unternehmen goldsilbershop.de vom Portal "goldbarren-wiki.de" ausgezeichnet wurde, erhältlich. Tim Schieferstein, der Geschäftsführer des Siegers, ist zudem erfreut, dass "Focus Money" sein Unternehmen soeben, "im goldrichtigen Moment" also, zum "besten Goldhändler" gekrönt hat.

"Sich als bester Goldhändler und Edelmetallhändler des Jahres bezeichnen zu dürfen, ist für uns eine große Auszeichnung und Ansporn zu gleich noch besser zum Wohle unserer Kunden zu werden." so das Fazit von Schieferstein.

Viele Investoren lagern diese Wertanlage bei der Bank, andere in den eigenen vier Wänden. Angesichts der zum Teil hohen Einbruchzahlen ist dies äußerst waghalsig, vor allem weil es sich recht schnell um fünfstellige Wertbeträge handeln kann.

Der Goldpreis orientiert sich am US-Dollar und wird anhand einer Feinunze - etwa 31,16 g - ermittelt. Er steht aktuell bei etwa 1.095 US-Dollar. Über den täglichen Wechselkurs von Dollar in Euro errechnet sich der Wert in Euro. Und sein Wert schwankt, wenngleich Gold im Allgemeinen nicht wie Geld an Verbindlichkeiten geknüpft ist. Im vergangenen Jahr büßte das Edelmetall mehr als 10 Prozent an Wert ein.

Vor fünf Jahren stand der Preis vorübergehend sogar auf dem Hochstand von 1.900 US-Dollar. Zudem ist die US-Geldmenge, woran sich der Goldwert orientiert, in den letzten Jahren viel höher angestiegen, als Finanzexperten und Anleger dies ebenfalls vom Goldpreis erwartet hatten.

Als Ursache für den zuletzt sinkenden Wert des Metalls gelten die Unsicherheiten um die Zins-Vorgaben der Zentralbanken, also eine befürchtete Zinserhöhungspolitik, oder aber ein gezieltes Drücken des Goldwertes an den Börsen. Mit letzterer Maßnahme soll das Vertrauen der Anleger besonders in den US-Dollar bewahrt werden. Einige Experten gehen wie hier davon aus, dass die Talfahrt des Goldpreises weitergeht, andere von einer geringen Steigerung oder gar einem Wendejahr.

Langfristig erfolgversprechender

Trotz dieser ambivalenten Vorausschau kann beim Besitz von physischem Gold von keinem völligen Wertverlust bzw. Inflationsrisiko die Rede sein. Es behält seine "Versicherungsfunktion" und bleibt auch innerhalb der Euro-Zone für Anleger mit einem Horizont von mehreren Jahren attraktiv. Goldbesitzer erzielen trotz vorübergehender Wertverluste langfristig Gewinne: Im Jahr 2000 etwa lag der Wert lediglich bei etwa 300 Dollar.

Das Element hat im Gegensatz zu Papiergeld einen großen Sachwert, ist nur begrenzt verfügbar und obendrein schwierig zu fördern: Aurum liegt nur in Teilchenform verstreut im Boden vor. Die Forschungen des Chemikers Fritz Haber in den Zwanzigerjahren haben einerseits ergeben, dass im Meerwasser der Erde sogar ein Vielfaches der heute geschätzten Bodenressourcen lagert bzw. schwebt. Eine Förderung ist andererseits zu aufwendig: Auf den Kubikmeter heruntergerechnet, findet sich darin nur ein Bruchteil eines Milligramms Gold.

Trotz seines materiellen Wertes bleibt auch beim Goldkauf ein Restrisiko bestehen, weshalb nur ein geringer Teil der vorhandenen Mittel in Gold investiert werden sollte. Es ist keine typische Geldanlage, sondern eher in Krisenzeiten beliebt.

Als Barren oder gemünzt

Goldbarren liegen entweder als Guss- oder Prägebarren vor. Sie haben einen Reinheitsgrad von 99 bis 99,99 Prozent und tragen, wenn sie als Anlagegoldbarren fungieren sollen, in den meisten Fällen das Siegel des jeweiligen Herstellers. Auf Gussbarren befinden sich oftmals Seriennummern; andere bleiben unmarkiert, wenn beispielsweise Goldschmieden sie zu Schmuck weiterverarbeiten sollen.

Im Gegensatz zu Silber können Investoren Goldbarren nicht nur mehrwertsteuerfrei, sondern darüber hinaus in bereits kleinsten Größen erwerben, von einem Gramm über die Feinunze bis zu einem Kilogramm. Zu berücksichtigen ist hierbei allerdings, dass der Goldpreis aufgrund des geringeren Produktionsaufwandes mit zunehmendem Gewicht des Barrens oder der Münze sinkt.

Der Preisaufschlag greift merklich ab einer Unze abwärts und kulminiert in 18 Prozent beim kleinsten Gewicht. Ab einer Unze aufwärts sinkt der Aufschlag hingegen recht unerheblich, sodass Käufer nicht unbedingt ein Kilogramm ins Auge fassen müssen. Als beliebt gelten dennoch die kleineren 100 Gramm, die Feinunze sowie der 50-Gramm-Combibar, welcher aus 50 geprägten, herausbrechbaren Ein-Gramm-Barren besteht.

Ferner sollte bei Goldbarren auf Zertifikate geachtet werden und darauf, dass der Hersteller nach dem sogenannten LBMA-good-delivery-Standard arbeitet. Das ist die Vorgabe der "London Bullion Market Association". Nicht zuletzt finden Kaufinteressierte während der Geschäftszeiten wochentags von 8 bis 20 Uhr die günstigsten Preise, da die Händler darüber hinaus als Vorsichtsmaßnahme vor Marktveränderungen einen Puffer drauflegen.

Umstrittene Münzen

In gemünzter Form ist Gold vor allem als sogenannte Krügerrandmünzen erhältlich. Sie stammen aus Südafrika, wo sie seit 1967 hergestellt werden, und bilden den Präsidenten Paul Kruger sowie einen Springbock ab. Wegen der Sanktionen infolge der Apartheid ist die Produktion auch nach der späteren Lockerung der Handelsverbote im Vergleich zu den Achtzigerjahren gesunken.

Diese Münzen stechen durch die leicht rötliche Färbung hervor, die das beigemischte Kupfer hervorruft. Obwohl nicht aus Feingold gearbeitet wie andere Goldanlagemünzen und mit "nur" 91,6 Prozent Reinheit, sind Krügerrandmünzen dennoch eine beliebte Wertanlage, zumal Kupfer für seine Stabilität bekannt ist und die Münze daher weniger zerkratzt.

Diese, aber auch die anderen Münzen haben also gegenüber Barren den Vorteil, dass sie optisch weitaus attraktiver sind, sieht man einmal von den Kinebar-Goldbarren mit ihrem bunten Hologramm ab. Andererseits sind sie jedoch mit momentan 33,21 € pro Gramm (bei der Unze) teurer als viele Barren. Krügerrandmünzen sind als ganze, halbe, viertel und zehntel Unze erhältlich.

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