Aachen - „Zum Jahresende wird sich die große Masse bewegen“

„Zum Jahresende wird sich die große Masse bewegen“

Von: hjd
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Aachen. Und noch eine Warnung, diesmal von der Hypovereinsbank. Das Institut sieht bereits die Gefahr von Firmenpleiten durch die schleppende Umstellung auf das neue Zahlungsverkehrsystem Sepa. Von einer „gigantischen Welle“ ist da die Rede, fast vergleichbar mit der Umstellung von D-Mark auf Euro. Ein Unterschied allerdings: „Das Problembewusstsein war bei der Euro-Umstellung deutlich stärker.“

In diesen Alarmismus wollen Dirk Strube und Lothar Hirsch nicht einstimmen. Beide sind bei der Sparkasse Aachen bzw. Aachener Bank mit der Umstellung befasst und sprechen stellvertretend für Sparkassen und Genossenschaftsbanken in der Region. Aber auch sie sehen natürlich, dass die heiße Phase der Umstellung vor allem bei Unternehmen und Vereinen, die sich mit dem Stichtag 1. Februar 2014 „anfreunden“ müssen, noch bevorsteht. Da sei zuletzt einiges in Gang gekommen, sagen Strube und Hirsch. Gerade bei Unternehmen sei zu beobachten, dass sie sich intensiv vorbereiten. „Zum Jahresende wird sich die große Masse bewegen“, lautet ihre Vorhersage. Auch bei den Vereinen, bei denen es anfangs große Verunsicherung gegeben habe, die nun durch die große Bereitschaft, die umstellung anzugehen.

Wobei es allerdings immer noch Unternehmen gebe, die die ganze Umstellung nicht ernst nähmen – und auf eine verschiebung des Stichtags setzen. Denen sei gesagt: Es gibt keinen Plan B, das Datum steht fest. Und: Den Geldinstituten ist es per Gesetz verboten, bestehende Abbuchungsaufträge in das neue System zu konvertieren. An ihre Stelle die Sepa-Firmenlastschrift, die nur für den Zahlungsverkehr von Unternehmen untereinander genutzt werden kann. Die Unternehmen müssen also unbedingt selbst aktiv werden.

Dazu gehört auch, alle Bankdaten auf die neue international standardisierte Bankkontonummer Iban und die bei grenzüberschreitenden Zahlungen bis zum 1. Februar 2016 notwendige standardisierte Bankleitzahl BIC umzustellen. Auch die eigenen Rechnungen und Briefköpfe müssen damit versehen werden. Entsprechende Rechner gibt es bei den Kreditinstituten. Auch hier ist Eigeninitiative gefordert.

Die Kreditinstitute selbst beschäftigt die Umstellung bereits seit gut fünf Jahren – mit einigem Aufwand. Arbeitsgruppen wurden gebildet, es gab hausinterne Schulungen und eine Serie von Info-Veranstaltungen für die Kunden, die noch nicht abgeschlossen sind. Dass es während dieser Zeit immer wieder zu Verschiebungen gekommen ist, war dabei nicht unbedingt hilfreich, lassen Strube und Hirsch durchblicken.

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