Ziel 2 und Interreg: Neue Phase der EU-Förderung läuft

Von: hjd
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Auch die E-Mobilitäts-Forschung - mit dem herausragenden Beispiel Streetscooter - profitierte von der EU-Förderung. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Es sind gigantische Fördertöpfe, aus denen die Europäische Union die lokale und regionale Entwicklung in ihren Mitgliedsländern fördert. Mittel, mit denen in der Vergangenheit auch in der Region Aachen viele Projekte angestoßen und realisiert werden konnten.

Das reicht von der Vennbahn-Radroute in der Eifel über die Route Charlemagne in Aachen bis hin zur E-Mobilitäts-Forschung mit dem herausragenden Beispiel Streetscooter.

Nun ist die neue Förderphase angelaufen; sie läuft bis 2020. Insgesamt erhalten Staaten, Regionen und Städte erhalten in diesem Zeitraum 325 Milliarden Euro. In Deutschland läuft das Geld von Brüssel über Berlin in die einzelnen Bundesländer. Förderung gibt es nur, wenn der notwendige zusätzliche Eigenanteil vor allem aus Düsseldorf gesichert ist und wenn der Nachweis erbracht ist, dass die Projekte nachhaltige Effekte haben. Im Grunde liefern sich die Regionen in NRW einen Wettbewerb um die Mittel. „Damit können wir mit unserem Potenzial sehr gut leben“, sagt Ulrich Schirowski, Geschäftsführer des Zweckverbands Region Aachen.

Für die Region Aachen gilt es nun, Projekte zu definieren und Förderanträge zu formulieren. Konkret geht es erneut um drei Töpfe, die unterschiedlich bestückt sind und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Der größte ist der Fonds für die regionale Entwicklung (Ziel 2 Efre), aus dem bis 2020 rund 1,2 Milliarden Euro nach NRW fließen sollen – was mit Eigenmitteln Gesamtinvestitionen von 2,4 Milliarden Euro möglich machen soll. Im Europäischen Sozialfonds (Ziel 2 ESF) sollen rund 627 Millionen (Gesamtinvestition: eine Milliarde) Euro für NRW bereitstehen, für grenzüberschreitende Interreg-Projekte soll die Euregio Maas-Rhein rund 96 Millionen aus Brüssel erhalten (Gesamtinvestition: rund 192 Millionen).

Gegenüber der Förderphase 2007/2013 bedeutet das eine Erhöhung. Nach Angaben von Schirowski hat die Region Aachen in dieser abgelaufenen Phase rund 380 Millionen Euro aus dem Efre-Topf (für 278 Einzelprojekte) und rund 48 Millionen aus dem ESF-Topf erhalten. Rund 40 Millionen flossen als Interreg-Mittel in die Euregio.

Die Vergabe der Fördermittel aus dem Topf für regionale Entwicklung steht unter dem Leitthema „Wachstum und Beschäftigung“ und konzentriert sich inhaltlich auf die Schwerpunkte Innovation, Mittelstandsförderung, Klimaschutz und Stadtentwicklung/Prävention. Angesprochen werden einerseits die Regionen über klassische Projektaufrufe, andererseits Forschungseinrichtungen und Unternehmen über sogenannte Leitmarkt-Wettbewerbe. Letztlich gilt: das „beste“ Projekt gewinnt. Das bedeutet auch: die hohe Kunst des Antragschreibens ist gefragt. Schließlich geht es dabei um Milliarden.

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