Zeitung: WestLB spaltet sich auf

Von: ddp.djn
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WestLB
Der WestLB-Firmensitz in Düsseldorf. Foto: dpa

Düsseldorf. Für die Neuausrichtung und Fusion der WestLB liegt jetzt ein konkreter Fahrplan vor. Wie das „Handelsblatt” (Freitagausgabe) aus dem Eigentümerkreis erfuhr, soll das Institut über die Gründung einer neuen Gesellschaft aufgespalten werden.

In diese zweite Bank mit dem Arbeitstitel „Konsolidierungsbank” kommen alle Vermögensteile, die zukünftig nicht mehr zum Kerngeschäft der Düsseldorfer zählen. Dabei handelt es sich um risikoreiche Wertpapierbestände und verschiedene Aktiva im Volumen von gut 80 Milliarden Euro. Ein Sprecher der WestLB wollte dazu zunächst keinen Kommentar abgeben.

In der alten WestLB verbleiben nur die attraktiven Geschäftsbereiche Kapitalmarkt, Mittelstandsfinanzierung und das Firmenkundengeschäft. Als „Fusionsbank” soll sie dann Kurs nehmen auf eine Zusammenlegung mit der Dekabank und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Eigentümer der WestLB, das Land NRW und die Sparkassenverbände im Rheinland und in Westfalen, wollen jetzt in Kürze den Kontakt zum staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin suchen, außerdem wird Brüssel auf dem Laufenden gehalten. Der Plan soll in der Aufsichtsratssitzung der WestLB am 6. Februar weiterdiskutiert werden.

Knackpunkt der neuen Konstruktion sind die Finanzierung und Kapitalausstattung für die abgespaltene neue Bank. Der Rettungsfonds Soffin soll sich nach Angaben aus dem Eigentümerkreis „maßgeblich” an dem Projekt beteiligen. „Es kann doch nicht sein, dass der Bund die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank unterstützt und die Landesbanken außen vor bleiben”, hieß es mit Blick auf die Eigenkapitalspritze von 18,2 Milliarden Euro für die Commerzbank. „Wir erwarten, dass der Soffin auch die Konsolidierung unter den Landesbanken endlich forciert”, hieß es in Bankkreisen.

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