„Wirtschaftswoche“: RWTH Aachen erreicht Spitzenplatz im Ranking

Von: Alexander Barth und Christina Merkelbach
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RWTH Aachen
Die RWTH Aachen hat im Ranking der „Wirtschaftswoche“ bei den Ingenieur- und Naturwissenschaften den Spitzenplatz erreicht. Foto: dpa

Aachen. Personalverantwortliche in großen deutschen Unternehmen geben der RWTH Aachen die Bestnote für ihre Ingenieur- und Naturwissenschaften. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der „Wirtschaftswoche“.

Im aktuellen Uni-Ranking des Magazins liegt die Aachener Hochschule damit in fünf von neun erfassten Disziplinen bundesweit an erster Stelle: bei Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik, Naturwissenschaften und Informatik.

Aber wie bedeutsam ist so ein Ranking für eine Hochschule? Bewerben sich daraufhin tatsächlich mehr Studenten? „Wir haben beim Maschinenbau einen sehr guten Zulauf. Ob das speziell an Rankings liegt, kann ich nicht sagen“, erklärt Prof. Robert Schmitt, Dekan der Fakultät für Maschinenwesen und Direktoriumsmitglied des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen. Allerdings ist der hervorragende Ruf der RWTH seiner Meinung nach vor allem der Exzellenz-Initiative geschuldet. „Das erfreuliche Ergebnis eines solchen Rankings kann aber ein kleiner Mosaikstein sein. Toll ist es auf jeden Fall für uns.“ Es zeige auch, dass Aachen schon längst keine sogenannte „100-Kilometer-Uni“ mehr sei – eine Hochschule, deren Studenten vor allem aus einem Radius von 100 Kilometern um die Universität stammen.

Und welche Rolle spielen solche Rankings für Arbeitgeber? „Ich glaube nicht, dass sie sich an Wirtschaftsunternehmen richten“, sagt Siemens-Pressesprecher Michael Friedrich. „Firmen, die in technischen Bereichen tätig sind, wissen durchaus, wo die guten Absolventen herkommen.“ Vielmehr könnten die Ranglisten etwa Studienbewerbern als Orientierung dienen. „Die Entscheider in den Firmen kennen in der Regel die Hochschulen und ihr Standing.“ Siemens sei per se interessiert an guten Absolventen in technischen Fächern, und die RWTH genieße einen sehr guten Ruf. „Aber ich würde da keine Hochschule herausstellen wollen“, sagt Friedrich diplomatisch.

RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg sieht durch das Ergebnis bestätigt, dass sich die Hochschule auf einem sehr guten Weg befinde, ihre gesteckten Ziele zu erreichen. „Bis zum Jahr 2020 soll die RWTH eine der weltweit besten integrierten interdisziplinären technischen Hochschulen werden“, erklärte Schmachtenberg am Montag per Mitteilung.

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