Was tun, wenn Schnee und Eis aufs Flachdach drücken?

Von: fg
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Flachdächer sind in Deutschland sehr unbeliebt. Sie können bei starken Schneefällen einstürzen, sie sind kaum dicht zu halten.

Und doch ist das Flachdach die meistgebaute Form. Flache Dächer - ob nicht genutzt, begangen, bepflanzt oder mit Solaranlagen versehen - sind das Hauptthema der 37. Aachener Bausachverständigentage, mit 1150 Teilnehmern aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland die größte Tagung ihrer Art.

Architekten, Bauingenieure, Baustoffproduzenten, Handwerker sowie Experten aus Lehre und Forschung diskutieren am Montag und Dienstag im Eurogress beispielsweise über die praktischen Konsequenzen, die der Klimawandel - also verstärkte Stürme, extreme Schneefälle oder Jahrhundertregen - für die Konstruktion von Dächern hat. „Auch die oft nicht sachgemäße Montage von Fotovoltaik- und Solaranlagen auf Dächern gewinnt hierbei durchaus an Bedeutung”, erklärt Professor Rainer Oswald, Geschäftsführer des veranstaltenden Aachener Instituts für Bauschadenforschung und angewandte Bauphysik mbH (AIBau).

Auch die ökologisch begründete, zunehmende Begrünung von nicht genutzten Flachdächern wird auf der Tagung diskutiert. Die barrierefreie Zugänglichkeit von Flachdächern, die als Terrassen genutzt werden, ist ein weiteres Unterthema, denn das ist eine Voraussetzung für die lebenslange Nutzung derselben Wohnung.

Harte Diskussionen erwarten die Veranstalter beim Thema „Vermeidung von Schimmelpilzwachstum in Wohnungen”, wozu einige Fachleute ein neues Regelwerk vorstellen, dass dem Mieter einer Wohnung Feuchtefreisetzung, Belüftung und Beheizung vorschreibt. Für die Berufsgruppe der Sachverständigen ist es dabei wichtig zu erfahren, ob diese Regeln umgesetzt werden, aber vor allem, ob sich hieraus Änderungen in der Beurteilung der Verantwortlichkeit bei Schimmelschäden ergeben.

Kontroversen könnte es bei der Aachener Fachtagung auch beim Thema „Änderungen im Normenwerk” geben, sagt Matthias Zöller von AIBau.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert