Vorschusslorbeeren für Ulrich Schirowski

Von: -bst-
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Neuer zweiter Mann hinter Agit-Chef Helmut Greif: Ulrich Schirowski. Foto: Sabine Schmidt

Aachen. Eine wirksame, effektive Stärkung der Agit-Geschäftsführung ist den Aufsichtsräten und Gesellschaftern hochwillkommen: Bei einer Enthaltung wurde Ulrich Schirowski am Mittwoch in einer Sondersitzung neben Helmut Greif einstimmig zum zweiten Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer gewählt.

Wie berichtet, hatte es im Vorfeld der Gremienberatung Kritik an Greifs Arbeit gegeben. In der Sitzung im Technologiezentrum am Europaplatz habe sich die Diskussion über die Personalie allerdings in engen Grenzen gehalten - bis auf „ein paar Seitenhiebe”, berichteten Teilnehmer.

Die Begründung für die Berufung Schirowskis und damit die Installierung einer Doppelspitze liest sich in der offiziellen Agit-Pressemitteilung wohlfeil: „Die veränderten ökonomischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen machen eine strategische Weiterentwicklung der Agit und des Technologietransfers erforderlich.”

Künftig solle Schirowskis jetziger Geschäftsbereich, die Regional- und Cluster-Entwicklung, „die Entwicklung der Region mehr mit der euregionalen Entwicklung koppeln, damit ein effizienter Wirtschaftsraum entsteht”. Diese Aufgabe solle durch ein „strategisches Marketing” unterstützt werden.

Der 42-jährige Ulrich Schirowski arbeitet seit Januar 2007 bei der Agit. Bei seiner Vorstellung in der Sitzung habe er „einen glänzendes Eindruck” hinterlassen, war anschließend zu hören. Ferner wurde deutlich, dass es bei der RWTH Aachen gewisse Vorbehalte gegen die Arbeit der Agit gebe. Aufsichtsratschef Dieter Philipp wurde gebeten, die Sache zu klären.

Die Elite-Universität soll neben der Fachhochschule Aachen und dem Forschungszentrum Jülich als neue Gesellschafterin gewonnen werden. Damit sollen die drei Wissenschaftseinrichtungen die Anteile übernehmen, welche durch die Kündigung der Aachen-Münchener Versicherung frei werden.

Dem Vernehmen nach soll die Kündigung aber erst dann wirksam werden, wenn die Verträge mit den Nachfolgern unter Dach und Fach sind. Ansonsten müsste die Agit die Anteile der Aachen-Münchener auszahlen - was zu finanziellen Problemen führen könne, wie es hieß.

Stadt und RWTH sollen neben der Agit eng zusammenarbeiten, um das Hochschul-Erweiterungsgelände Campus zu entwickeln. Die Agit feilt konkret an Plänen für ein „Polyzentrum”.
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