Vor allem junge Arbeitslose profitieren vom Trend

Von: red/dpa
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Aachen/Düren. Mit Schwung in den Herbst: Der bundes- und landesweite Trend bestätigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt in der Region. Im Bezirk der Aachener Arbeitsagentur ging die Arbeitslosigkeit mit dem Ende der Sommerferien deutlich um 3,9 Prozent zurück.

Gegenüber dem Vormonat waren im September 1358 Personen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,3 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Im Jahresvergleich ist die Ouote um 0,2 Prozentpunkte niedriger.

Durch den Beginn von beruflichen Ausbildungen, Schule und Studium gab es bei den Jugendlichen unter 25 Jahren mit minus 13,6 Prozent den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit, sagte Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Arbeitsagentur. „Profitieren konnten aber auch zahlreiche ältere, langzeitarbeitslose undschwerbehinderte Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit im September beendeten.” Insgesamt waren Ende September 33 338 Menschen im gesamten Bezirk arbeitslos gemeldet. Starke Bewegung kennzeichnete den Monat: Rund 7200 Männer und Frauen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Mehr als 5800 Personen meldeten sich im Laufe des Monats erstmals oder erneut arbeitslos.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist laut Arbeitsagentur weiterhin hoch. Arbeitgeber meldeten 1641 Stellen für eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Insgesamt sind derzeit 4869 Arbeitsstellen gemeldet. „Da die Betriebe in Zukunft zunehmend auch qualifiziertes Personal benötigen, wird es aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend anspruchsvoller für die Unternehmen, Arbeitsstellen schnell zu besetzen. Für alle Akteure am Arbeitsmarkt steigt daher unter anderem künftig der Stellenwert von Aus- und Weiterbildung weiter”, sagte Hilger.

Im Bereich der Dürener Arbeitsagentur verringerte sich die Zahl arbeitsloser Menschen um 546 (fünf Prozent) und liegt nun bei 10 430 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote erreicht mit 7,8 Prozent wieder Vorjahresniveau (Vormonat: 8,2 Prozent). 632 Menschen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 583 meldeten sich arbeitslos. 1515 jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren waren erfasst, 201 weniger als im August, aber 383 Personen mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt bleibe trotz der anhaltenden Finanzkrise aufnahmefähig, bewertete Claudia Steinhardt, Geschäftsführerin der Dürener Agentur, die Situation. Mit einem Rückgang um fünf Prozent liege der Abbau der Arbeitslosigkeit über dem Landestrend NRW. In den kommenden Herbstmonaten sieht sie weiter steigende Integrationschancen für erwerbslose Menschen: „Mit 540 Stellen wurden im September über 21 Prozent mehr Stellen gemeldet als im Vorjahr.”

In ganz NRW waren Ende September knapp 705.000 Arbeitslose registriert, 6,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank auf 7,8 Prozent (August: 8,2 Prozent). Im Oktober rechnet die Regionaldirektion der Arbeitsagentur mit einem weiteren Absinken der Arbeitslosigkeit auf unter 700.000. Am Monatsende waren noch rund 106.300 Arbeitsplätze in NRW unbesetzt. Das waren 26 Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings könne noch nicht von einem generellen Fachkräftemangel gesprochen werden, wenngleich in einigen Berufsfeldern wie der Elektro- und Metallindustrie sowie der Gesundheitswirtschaft Lücken bestünden, unterstrich die Leiterin der Regionaldirektion, Christiane Schönefeld. Sie empfahl den Unternehmen mit Blick auf Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, die Einstellungskriterien neu zu justieren.
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