Vor allem auf die Praxis kommt es an

Von: Carmen Krämer
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Mit viel Gefühl: Im Bildungszentrum BGZ Simmerath zeigt BGZ-Ausbildungsmeister Michael Paffen, wie Dachdecker Schieferplatten bearbeiten. Foto: Carmen Krämer

Simmerath. Über die Hälfte des Schuljahrs ist schon geschafft, und die Sommerferien rücken immer näher. Für viele Schüler fängt dann im August oder September ein ganz neuer Lebensabschnitt an. Einige werden studieren, andere ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren und wieder andere eine Ausbildung beginnen. Letzteres ist auch der Plan von Patrick Stelzen.

 „Wenn ich meinen Realschulabschluss habe, fange ich mit meiner Ausbildung zum Zimmerer an. Eine Ausbildungsstelle habe ich schon.“ Während eines Praktikums hatte er festgestellt, dass ihm die Arbeit als Zimmerer großen Spaß bereitet und diese Ausbildung die richtige für ihn sein könnte.

„Anpacken und richtig was lernen“

Doch die richtige Entscheidung zu treffen, das ist manchmal gar nicht so leicht. Deshalb hatten Handwerkskammer Aachen und unsere Zeitung am Wochenende Schüler, Eltern und Lehrer ins Bildungszentrum BGZ Simmerath, dem größten von sechs Qualifizierungszen-tren der Aachener Kammer, eingeladen, um dort Informationen über und Eindrücke vom Handwerk zu vermitteln – nach dem Motto „anpacken und richtig was lernen“.

Auch Patrick Stelzen war gekommen, um sich über die Ausbildung zu informieren. Die Theorie erledigte Stefan Herrmann, Redakteur unserer Zeitung, in einer kurzen Talkrunde mit Auszubildenden und Lehrmeistern des BGZ. Dann ging es in die Praxis. Mit vollem Eifer machten sich die Schüler und teilweise auch ihre Eltern an die Arbeit. Bei den Tischlern fielen Späne, bei den Zimmerleuten wurde gesägt und bei den Dachdeckern Schieferplatten bearbeitet.

„Das ist eine gute Gelegenheit, um mal in die Berufe reinzugucken. Ich interessiere mich für den Beruf des Tischlers. Aber erst werde ich mein Abitur machen und dann mal sehen“, erklärte der 15-jährige Julius Dickmann. Sich umzusehen, das ist auch aus Sicht der Lehrmeister unumgänglich. „Es ist sehr wichtig, dass man den jungen Leuten die Möglichkeit gibt, sich an die Handwerksberufe heranzutasten und ihnen zu zeigen, was es eigentlich alles gibt“, sagte André Stollenwerk, der an diesem Tag zeigte, wie Zimmerer arbeiten.

Allen, die sich über ihre Berufswahl noch nicht sicher sind, rät er daher, sich über Praktika und Ferienjobs einen Einblick zu verschaffen. „Und: Man sollte sich bei der Bewerbung persönlich im Betrieb vorstellen. Auf eine langweilige Bewerbung per E-Mail bekommt man meistens nämlich keine Antwort.“

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