Veda GmbH entwickelt sich zum Personalmanagement-Anbieter

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
7469889.jpg
Ideen aufnehmen: Die Innovationskraft der Mitarbeiter zählen die Geschäftsführenden Gesellschafter der Veda GmbH Klaus Pohlmann (links) und Ralf Gräßler (rechts) zu den Stärken des IT-Hauses. 900 Kunden zählt die Alsdorfer Firma. Foto: Andreas Steindl

Alsdorf. Haribo ist auf den Geschmack gekommen. Für EMI hörte sich das Veda-Portfolio gut an. Auch MAN fuhr, ganz salopp formuliert, darauf ab. Sie alle sind Kunden des Alsdorfer Unternehmens. 900 sind es mittlerweile. Und es werden mehr. Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte. Und die lautet so: Im Kern ist die Veda GmbH ein IT-Haus.

Positioniert hat es sich als Software-Premium-anbieter. Angeboten werden letztlich Lösungen, die „intuitiv und selbsterklärend sind“, erläutert Dr. Ralf Gräßler, Geschäftsführender Gesellschafter. Einfach und Verständlich. Im Frühjahr 2014 zählt das Unternehmen 150 Mitarbeiter – es ist eines von rund 1400 IT-Unternehmen in der Region, mehr als 32 000 Menschen arbeiten in dieser Branche. Tendenz: weiter steigen. Veda ist eine der international operierenden Firmen, hat Kunden in zehn Ländern, wobei die meisten im deutschsprachigen Bereich sitzen. Der Umsatz 2013? Das waren 16 Millionen Euro.

Es ist ein langer Weg, der hinter dieser vorzeigbaren Bilanz liegt. 1977 wurde das Unternehmen in Aachen gegründet. Unglaublich, aber wahr: Alles begann mit einer Vereinsdatenverarbeitung – kurz Veda –, die für einen Bootsclub programmiert wurde. Der Name lässt sich aber auch charmanter herleiten: Veda steht in der indischen Kultur für Weisheit und Wissen.

Seit 1986 sitzt dieses Wissen in Alsdorf, im Juni 1999 wurde an Ort und Stelle erwartet. Es war schlichtweg notwendig geworden, die Geschäfte liefen entsprechend gut. Nach und nach wurden Firmen übernommen, Veda damit größer und größer. Mittlerweile zählt die Veda neben dem Hauptsitz an der Carl-Zeiss-Straße in Alsdorf Dependancen in Offenburg und im Schweizer Effretikon. Haribo rechnet Löhne und Gehälter mit der Entgeltlösung ab.

Es ist ein klassische Mittelstandskunde des Hauses. Viele andere geben Lohn- und Gehaltsabrechnung ganz in die Hände der Alsdorfer. „Outsourcing ist in diesem Bereich ganz normales Geschäft“, berichtet Britta Redmann, Director Human Resources von der Veda.

Das Geschäft hat sich durchaus gewandelt. Zumal der Bereich Entgeltabrechnung keine großen Sprünge mehr zulässt. Es ist ein Verdrängungsmarkt mit mehr als 100 Anbietern in Deutschland. Personalmanagement ist verstärkt in den Fokus gerückt worden, und es geht um weit mehr als Gehaltsabrechnungen.

Es geht vermehrt um Recruiting und Bewerbermanagement, um Weiterbildung, Zielvereinbarungen, Zeit- und Projektmanagement. Um alles rund um die Human Resources einer Firma – die Angestellten. „Da ist enormes Potenzial“, sagt Gräßler. Alles lässt sich mit Hilfe einer Veda-Lösung –basierend auf Software – darstellen und vor allem systematisieren. „Die Arbeitswelt steckt eben im Wandel“, sagt Geschäftsführender Gesellschafter Klaus Pohlmann. Und Veda entwickelt die Software dafür. „Wir verstehen uns als Lösungsanbieter“, betont er. Und als Dienstleister.

Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist in diesem Business zwangsläufig hoch. Es ist ein Wettrennen, in dem sich die Veda mit Branchenriesen wie SAP oder Oracle messen muss – und hat mit einer individuell auf die Kunden abgestimmten Basislösung auch gerne mal die Nase vorne. „Flexibilität ist für uns Standard“, sagt Pohlmann.

Letztlich haben die ganz großen Konzerne und mittelständische Unternehmen eben unterschiedliche Anforderungen. Maredo andere als Fossil, die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft, Wöhrl, die Caritas, die Provinzial, Edeka, Lufthansa oder Estée Lauder – um nur ein paar bekannte Beispiele zu nennen. Der Vorteil von Veda: Die Software kann auch in bestehende Systeme der Konkurrenz, etwa von SAP einfließen. Das macht sie attraktiv.

Und der Markt wird größer: Denn Firmen müssen ihr Personalmanagement zwangsläufig optimieren – weil es immer komplexer wird. „Es entsteht enormer Druck“, erklärt Gräßler. Und die Alsdorfer Firma kann ihn ihren Kunden nehmen. Was nicht nur nach dem Geschmack von Haribo ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert