Koblenz/Aachen - Urteil gegen Lindts Goldhasen

Urteil gegen Lindts Goldhasen

Von: epd
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Koblenz/Aachen. Der Fernsehsender SAT.1 hat in einer im April 2006 ausgestrahlten Oster-Show mit Prominenten, moderiert von Hella von Sinnen und Hugo-Egon Balder, nach einem Urteil des Koblenzer Oberverwaltungsgerichts Schleichwerbung betrieben.

Der Sender war im Dezember mit einer Berufungsklage zum Schleichwerbungsvorwurf vor dem Koblenzer Gericht gescheitert.

In einer Begründung ihres Grundsatzurteils bestätigten die Richter am Dienstag, dass das häufige Zeigen eines acht Meter hohen Goldhasen, der Aachener Süßwarenfirma Lindt & Sprüngli, sowie eines zwanzig Meter langen Werbebanners unzulässige Schleichwerbung gewesen sei. (Az: 2 A 10327/08.OVG).

Der Süßwarenhersteller hatte für die Präsentationsmöglichkeit 85.000 Euro an ein zwischengeschaltetes Unternehmen gezahlt, das die Veranstaltung „Jetzt geht´s um die Eier! Die große Promi-Oster-Show” für SAT.1 organisierte. Wie das Oberverwaltungsgericht in seinem Urteil argumentierte, müssen nach den rundfunkrechtlichen Regelungen Werbung und Programm eindeutig getrennt werden.

Dadurch soll es dem Zuschauer erleichtert werden, zwischen der Anpreisung eines Produkts und objektiver Information zu unterscheiden.
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