Unternehmen: Soziale Verantwortung ist mehr als eine Imagefrage

Von: Felicitas Geßner
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Aachen. Gesellschaftliche Verantwortung, neudeutsch auch Corporate Social Responsibility (CSR) genannt: ein Thema, mit dem sich viele Unternehmen heute immer stärker beschäftigen, das für viele aber auch noch absolutes Neuland ist.

Gemeint ist verantwortliches unternehmerisches Handeln und ein freiwilliger Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht.

Natürlich geht es dabei neben der Nachhaltigkeit auch um Imageverbesserung, eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und eine höhere Attraktivität für dringend benötigte Fachkräfte. Denn CSR geht über reines Sponsoring oder praktisches soziales Engagement noch hinaus, es beinhaltet etwa auch gesundheitsfördernde Aktivitäten für die Mitarbeiter.

Die Vereinigten Unternehmerverbände Aachen (VUV) haben mit den Partnern ac.consult und Erm Design ein Projekt entwickelt, um kleine und mittelständische Unternehmen in der Region mit diesem Themenfeld vertrauter zu machen. Unter dem Titel „aKMU - aktiv: Kommunikation fördern - Mitverantwortung gestalten - Unternehmen stärken” bietet der VUV konkrete Lösungsansätze für eine verantwortliche Unternehmensführung an - Ansätze, die sowohl dem Unternehmen selbst als auch der Gesellschaft nachhaltigen Nutzen bringen sollen.

Das Projekt wird bis Ende 2014 vom Bundesarbeitsministerium mit insgesamt 500.000 Euro gefördert. „Es gab 320 Projektbewerbungen, 75 werden gefördert, einer davon sind wir”, sagte VUV-Referentin Petra Pauli, die das Projekt initiiert hat. „Das Projekt soll Unternehmen für CSR sensibilisieren und durch entsprechende Aktivitäten die Attraktivität für Fachkräfte, Kunden und die Öffentlichkeit verstärken”, sagte Michael Mahr, Vorstandsvorsitzender der VUV und selbst Chef eines mittelständischen Unternehmens, das sich jetzt ebenfalls beteiligen möchte. In einem ersten Schritt ist ein „CSR-Check” im Angebot, der den Ist-Zustand ermitteln und der Frage nachgehen soll, wie und ob Image und Aktivitäten im Unternehmen überhaupt deckungsgleich sind. „Wir wollen einen ganzheitlichen Ansatz finden”, erklärte Brigitte Erm von Erm Design, die den Check durchführen wird.

In einem weiteren Schritt geht es um eine tiefergehende Beratung. Dabei sollen Projekte initiiert werden, die langfristig und nachhaltig CSR im Unternehmen implementieren, wie Elke Witzmann, Beraterin bei ac.consult, darlegte. „Im Projekt sind deutschlandweit alle Partner miteinander vernetzt, so dass langfristig die beteiligten Unternehmen für sie passende Beispiele übernehmen könnten”, ergänzte VUV-Hauptgeschäftsführer Ralf Bruns.

Neben dem positiven Image des Unternehmens kann CSR natürlich auch die Motivation der Mitarbeiter und die Identifikation mit dem Unternehmen steigern. „Bei uns gibt es den so genannten social day, bei dem Geschäftsführer und Mitarbeiter sich gemeinsam in einem sozialen Projekt engagieren”, nannte Rita Geffers, Personalleiterin bei Abiomed Europe aus Aachen, ein in ihrem Unternehmen praktiziertes Beispiel.

Auftaktveranstaltung am 25. Oktober

Auftaktveranstaltung zu „aKMU” ist am 25. Oktober, 17 Uhr, bei den Vereinigten Unternehmerverbänden VUV an der Theaterstraße 55 in Aachen. Interessierte Unternehmer sind eingeladen, sich über das Projekt zu informieren.

Weitere Informationen: Telefon 0241/47433-16, per Mail: agv@vuv-aachen.de

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