Aachen - Über Pfingsten zieht die Spitze der Generali nach Köln um

Über Pfingsten zieht die Spitze der Generali nach Köln um

Von: kö
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Aachen. Sang- und klanglos durch die Hintertüre wollte sich die Generali Deutschland Holding nicht von Aachen nach Köln davonstehlen.

Deshalb hatte Konzernchef Dieter Meister am Mittwoch zu einem offiziellen Abschiedsempfang ins neue SuperC der Technischen Hochschule geladen, ein spektakuläres Gebäude, das von der Versicherungsgruppe mit einer Million Euro mitfinanziert wurde.

Am 1. Juni verlegt die Generali Deutschland, früher besser bekannt als AMB Aachener und Münchener Beteiligungsgesellschaft, ihren Sitz nach Köln. Für Aachen bedeutet das den Verlust von 240 hoch qualifizierten Beschäftigten, die ihre Schreibtische dann in einem Neubau in der Kölner Innenstadt haben werden.

„Wir gehen zwar, aber bleiben doch”, skizzierte Meister die Situation. Bleiben wird in der Kaiserstadt die AachenMünchener, mit über fünf Milliarden Euro Beitragseinnahmen der zweitgrößte Versicherer der Generali Deutschland Gruppe, mit 720 Mitarbeitern.

Auch die Generali Deutschland Informatik Services GmbH bleibt mit 750 Beschäftigten in Aachen ebenso wie die Generali Deutschland Services GmbH mit 350 Mitarbeiter. Zusammen mit anderen Arbeitsgruppen beschäftigt Generali künftig am Standort Aachen noch rund 2000 Personen.

Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden machte aus seiner Enttäuschung über den Wegzug der Konzernzentrale an den Rhein keinen Hehl. „Das ist ein Verlust für den Standortfaktor Aachen und das Image der Stadt”, klagte er.

Andererseits erkannte er auch an, dass sich die Versicherung weiterhin in Aachen engagieren will. Im Augenblick werden in der Innenstadt für den Neu- und Umbau der AachenMünchener rund 100 Millionen Euro verbaut.

Eine Spende der Generali in Höhe von 50.000 Euro an die Stiftung zur Erhaltung des historischen Aachener Rathauses sollte den Oberbürgermeister milde stimmen. Doch der ließ sich in seiner Kritik nicht beirren und warnte die „Emigranten” vor dem neuen Standort in Köln, in dessen Nähe erst kürzlich das historische Stadtarchiv im Erdboden verschwunden sei.
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