Düsseldorf/Aachen - Trianel setzt Wachstumskurs in allen Bereichen fort

Trianel setzt Wachstumskurs in allen Bereichen fort

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf/Aachen. Noch ist es keine ausgemachte Sache, dass das Millionenprojekt in der Eifel tatsächlich Realität werden kann.

Der Stadtwerkeverbund Trianel mit Sitz in Aachen plant in der Gemeinde Simmerath ein Wasserspeicher-Kraftwerk, dessen Basisbecken die Rurtalsperre werden soll. Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung, bekräftigte am Dienstag in Düsseldorf auf Nachfrage, dass Trianel nicht alle drei projektierten Vorhaben umsetzen werde. Weitere Speicher sind in Ostwestfalen und Thüringen geplant. Gegen die Pläne in der Gemeinde Simmerath regt sich Widerstand, unter anderem bei der Anrainerstadt Heimbach.

„Wir sind in sehr kurzer Zeit sehr erfreulich weit gekommen”, verwies Becker darauf, dass bereits das Raumordnungsverfahren eingeleitet sei. Bei der Abwägung, ob das Projekt in die Tat umgesetzt werde, spiele auch die „gesellschaftliche Akzeptanz auf lokaler Ebene” eine wichtige Rolle. Von dem Protest sei Trianel „nicht überrascht” worden: „Wir nehmen Bedenken ernst.” Er forderte die Gegner auf, „nicht in Fundamental-Opposition zu verfallen, sondern die eigenen Wünsche und Vorstellungen einzubringen”. Nur müssten diese tatsächlich geäußert werden, damit man sich damit auseinandersetzen könne, fügte Becker an.

Das Eifeler Projekt ist für Trianel ein wichtiger Mosaikstein in der von der Bundesregierung ausgerufenen Energiewende. Hier engagiert sich das Unternehmen mit Milliardenprojekten, unter anderem mit dem Bau eines Offshore-Windparks vor Borkum in der Nordsee. Hier drohen allerdings Verzögerungen von etwa einem halben Jahr, ehe die Stromproduktion beginnen kann, auch wegen Problemen bei den Herstellern und der Netzanbindung. Trianel behält sich mögliche Schadenersatzforderungen vor, um die Mehrkosten ersetzt zu bekommen.

Insgesamt konnte Trianel im vergangenen Jahr seinen Wachstumskurs in allen Bereichen fortsetzen. Das Ergebnis vor Steuern liege mit 13,7 Millionen Euro um 3,4 Millionen Euro über dem Wert von 2010, sagte Becker. Der Jahresüberschuss stieg von 6,6 auf 7,2 Millionen Euro. Die derzeit 52 Gesellschafter können erstmals mit einer Gewinnbeteiligung rechnen. Beim Umsatz erreichte das Unternehmen knapp 1,9 Milliarden Euro, ein Plus von rund sechs Prozent.

Über 60 Stadtwerke und Regionalversorger zählen zu dem Verbund, mit weiteren sei man in erfolgsversprechenden Gesprächen, sagte Becker. Bislang werden etwa 6,3 Millionen Menschen mit Strom, Gas und Wärme versorgt. Getrübt werde das durchweg positive Bild von der „schwierigen Marktsituation” im Erzeugungssektor. Das betreffe auch das im Bau befindliche Kohlekraftwerk in Lünen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert