Thomas Reiter erhält den Aachener Ingenieurpreis

Von: red
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Die Welt der Satelliten ist die Welt von Thomas Reiter. Im September erhält er den Aachener Ingenieurpreis. Foto: dpa

Aachen. 350 Tage hat er im All verbracht, so viele, wie kein anderer europäischer Astronaut. Er war der erste Deutsche, der 1995 einen Außenbordeinsatz im Weltraum meisterte – im Rahmen der Mission Euromir 95. Später war er dann auch an Bord der internationalen Raumstation ISS.

Die Rede ist von Thomas Reiter. Der ehemalige Raumfahrer ist ein Mensch mit einer besonderen Geschichte. Aber Reiter ist auch ein besonderer Ingenieur. Und genau dafür wird er am 9. September mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet.

Reiter ist erst der dritte Preisträger der Auszeichnung, die die RWTH gemeinsam mit der Stadt Aachen an Persönlichkeiten vergibt, „die mit ihrem Schaffen einen maßgeblichen Beitrag zur positiven Wahrnehmung oder Weiterentwicklung des Ingenieurwesens geleistet“ haben, wie es in der gestrigen Mitteilung hieß. Die feierliche Vergabe des Preises wird traditionell im Krönungssaal des Aachener Rathauses stattfinden.

Rede beim Graduiertenfest

„Wenn Ingenieure die Welt bewegen – und davon gehen wir in Aachen selbstverständlich aus –, dann ist die Auszeichnung des Astronauten und Ingenieurs Thomas Reiter sicherlich ein Volltreffer“, sagt Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp. Auch für RWTH-Rektor Prof. Ernst Schmachtenberg ist Reiter ein besonderer Preisträger: „Thomas Reiter symbolisiert wie kaum ein anderer deutscher Ingenieur den Aufbruch in neue ferne Welten, das Abenteuer Forschung!“, sagt Schmachtenberg.

Reiter wird – wie schon seine beiden Vorgänger Prof. Berthold Leibinger (Gesellschafter der Trumpf GmbH & Co. KG) und Prof. Franz Pischinger (Gründer der Aachener FEV Motorentechnik GmbH) – am 10. September die Keynote Speech beim Graduiertenfest der Hochschule halten. Und das vor nicht weniger als insgesamt 5000 Teilnehmern.

Reiter wurde am 23. Mai 1958 in Frankfurt/Main geboren. Er hat zwar im Oktober 2007 den Astronauten-Dienst quittiert, ist aber ein maßgeblicher Treiber der Raumfahrt geblieben. Er war im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) tätig, später dann Direktor für Bemannte Raumfahrt und Missionsbetrieb bei der ESA. Seit Anfang 2016 ist er dort, bei der ESA in Darmstadt, Koordinator im ISS-Programm und Berater des Generaldirektors.

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