Aachen - Technology Entreneurship Conference hilft Gründern und Studenten

Technology Entreneurship Conference hilft Gründern und Studenten

Von: Kö
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Aachen. Gründerteams, Investoren, Industrievertreter und akademische Lehrer: Das Zusammenspiel dieser Gruppen ist bereits zum dritten Mal die Voraussetzung für den Erfolg der Aachen Technology Entrepreneurship Conference, kurz: ATEC, zu der in diesem Jahr über 300 Teilnehmer kamen.

Hochkarätige Experten diskutierten dabei Innovationen aus dem Bereich Automobil, Energie und Mobilfunk. Daneben wurden kräftig Kontakte geknüpft: Studenten und Doktoranden zu potenziellen Arbeitgebern oder Gründer junger Unternehmen zu möglichen Investoren und Interessenten von Industrieunternehmen.

Organisiert wird die ATEC 2009 vom Aachen Entrepreneurship Gründerzentrum der RWTH Aachen. Von dort werden unter Leitung des Gründungsforscher Prof. Malte Brettel innovative Gründungsprojekte in Aachen (siehe Erläuterung) unterstützt. Im intensiven Coaching durch die Mitarbeiter des Lehrstuhls Wirtschaftswissenschaften für Ingenieure und Naturwissenschaftler (WIN) werden jährlich rund 40 ausgewählte Gründungen gefördert. Davon gehen tatsächlich rund sechs bis acht an den Start.

Zu den Praktikern, die am Mittwoch zu den Studenten sprachen, gehörten neben Managern von Metro, RWE und Eon auch der Deutschland-Chef von Microsoft, Achim Berg. Er geht davon aus, dass in entwickelten Volkswirtschaften die Wissensarbeit bereits heute die treibende Kraft für Wertschöpfung und Innovationen ist. Rund 75 Prozent des Wachstums der Arbeitsproduktivität seien in den vergangenen Jahren auf Investitionen im Bereich der Informationstechnologie zurückzuführen. Die Arbeitswelt werde weiter umgestaltet, sagte Berg voraus.

Eine zunehmende Adaption von Technologien und Arbeitsweisen aus dem Web 2.0 werde die Zusammenarbeit und Kommunikation in Unternehmen nachhaltig verändern. Soziale Netzwerke, Wikis, Blogs, Instant Messaging, Präsenzinformationen, Online-Zusammenarbeit an Dokumenten und Ad-hoc-Videokonferenzen führten dabei zu deutlicher Effizienzsteigerung.

Getrieben werde dies aber nicht allein durch Informationstechnologie sondern auch durch demographische Entwicklungen und die Altersstruktur in den Unternehmen. Für Achim Berg besteht die eigentliche Herausforderung weniger in der Einführung von Technologien, sondern in der Anpassung von Unternehmenskulturen. Es gelte, unterschiedliche Arbeitsstile unterschiedlicher Generationen miteinander zu harmonisieren.

Mit Schneemobil aus Aachen auf die Piste

Integriert in die ATEC findet auch der Aachener Business Angel Tag statt, bei dem Gründer der Hochschule in kurzen Präsentationen ihre Entwicklungen vorstellen.

Ein Beispiel: Ein dreiköpfiges junges Entwicklungsteam präsentiert unter der Bezeichnung „Eloket” einen innovativen elektrischen Kettenantrieb für Schneemobile. Der Antrieb arbeitet völlig abgas- und geräuschlos bei gleichen Produktionskosten wie herkömmliche Geräte.

18 Monate Entwicklungszeit rechnen Andreas Petz, Michael Matzeit und Patrick Pollok bis zum Prototyps, der am Institut für elektrische Maschinen gefertigt wird. Im Businessplan ist eine Investitionssumme von zunächst 750.000 Euro eingeplant.

Die jungen Gründer geben sich zuversichtlich. Bereits am Mittwochvormittag gab es bei dem ATEC-Treffen einige Anfragen von Investoren und Firmen.
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