Aachen - Takeda wächst seit über 20 Jahren

Takeda wächst seit über 20 Jahren

Von: unserer Mitarbeiterin Ute Steinbusch
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Zeiten sind hart für Pharma-Hersteller in Deutschland. Die Gesundheitsreform macht ihnen das Leben schwer.

Zahlreiche Konzerne haben deshalb Entlassungen von Mitarbeitern angekündigt. Anders Takeda Pharma in Aachen. Auch hier seien Sparmaßnahmen unumgänglich, jedoch kein Abbau von Arbeitsplätzen, versichert Takeda-Sprecher Stefan Schneider.

Das Unternehmen ist die Tochter von Japans größtem Pharma-Unternehmen Takeda Chemical Industries Ltd. und seit 1981 in der Euregio zu Hause. Zwanzig Jahre lang war Takeda Pharma ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) der Japaner und des Pharma-Herstellers Grünenthal. Anfang 2002 kaufte Takeda die Grünenthal-Anteile zurück.

„Deutschland ist der weltweit drittgrößte Pharma-Markt. Wenn ein ausländisches Unternehmen sich entschließt, hier Fuß zu fassen, dann tut es das meistens über eine Allianz mit einem renommierten, ansässigen Konzern”, erläutert Stefan Schneider.

„Während Bayer im Jahr 1907 in den japanischen Markt über eine Kooperation mit Takeda einstieg, wählte Takeda für seinen deutschen Markteintritt Grünenthal aus.”

1981 begann man mit vier Mitarbeitern, Klinikantibiotika unter dem Namen Takeda Pharma zu vertreiben. Heute hat das Unternehmen mehr als 550 Mitarbeiter, allein 140 am Standort Aachen, und zählt zu den Top 30 unter den Pharma-Herstellern in Deutschland.

„Bei der Therapie des Prostatakrebses sind wir mit unseren Produkten sogar Marktführer”, sagt Schneider. In seiner Produktpalette verfügt Takeda Pharma über Medikamente zur Behandlung von Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Reizmagen.

„Als forschender Arzneimittelhersteller vertreiben wir ausschließlich innovative Medikamente”, sagt Schneider, „deshalb machen uns die Auswirkungen der Gesundheitsreform, die die Pharma-Unternehmen stark zur Kasse bittet, besonders zu schaffen.”

Takeda Pharma Deutschland ist die größte Niederlassung in Europa, zu ihr gehören Tochterunternehmen in der Schweiz und in Österreich. Während der Außendienst in ganz Deutschland tätig ist, sind die Geschäftsführung und der Innendienst in Aachen ansässig. Am Unternehmenssitz will man ab August erstmalig auch Ausbildungsstellen anbieten.

Ins Bewusstsein der Aachener hat sich Takeda Pharma in den vergangenen Monaten bereits durch verstärkte Imagewerbung und Sponsoring, unter anderem für die Alemannia und den Aachener Kultursommer, gerückt.

„Wir wollen unseren Bekanntheitsgrad erhöhen”, sagt Schneider. „Bislang war der Name Takeda Pharma nur Ärzten ein Begriff. Doch die Patienten werden als Zielgruppe immer wichtiger.” Sie will man gezielt über Takedas Therapiefelder informieren.

Dazu nutzt das Unternehmen verstärkt das Internet. Über die Firmen-Homepage erhält man Zugang zu einer Reihe von Ratgeberseiten, beispielsweise zu Themen wie Prostata, Diabetes oder Bluthochdruck.

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